Rückruf
Wegen Brandgefahr: Hyundai ruft tausende Fahrzeuge für Fehlerbehebung in die Werkstatt

- Hyundai ruft weltweit mehr als 100.000 Fahrzeuge des Modells Kona Elektro zurück.
- Grund ist ein Softwareproblem im Batteriemanagement, das unter bestimmten Umständen zu einer erhöhten Brandgefahr führen kann.
- Allein in Deutschland sind mehr als 10.000 Fahrzeuge betroffen.
Großer Rückruf bei Hyundai angelaufen: Der Autobauer muss ein Problem bei zahlreichen E-Fahrzeugen beheben und ruft die Modelle daher zurück in die Werkstatt. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts sind Fahrzeuge betroffen, die zwischen Januar 2018 und Juli 2023 produziert wurden. Weltweit umfasst der Rückruf 104.011 Einheiten, davon 13.523 in Deutschland.
Es besteht Brandgefahr, auch auf dem Parkplatz
Ursache ist eine fehlerhafte Software zur Überwachung der Hochvoltbatterie. Diese erkennt kritische Zustände offenbar nicht frühzeitig genug, wodurch es zu thermischen Problemen kommen kann. Ein Risiko besteht laut Behörden auch dann, wenn das Fahrzeug nicht in Betrieb ist.
In den Werkstätten wird eine aktualisierte Software installiert, die Spannungsabweichungen zwischen einzelnen Batteriezellen schneller identifizieren soll. In Einzelfällen kann darüber hinaus ein Austausch der gesamten Batterie erforderlich sein, wenn Auffälligkeiten festgestellt werden. Konkrete Schadensfälle im Zusammenhang mit dem aktuellen Problem sind bislang nicht bekannt.
Nicht der erste Rückruf bei diesem Modell
Der Kona Elektro war bereits in der Vergangenheit von Rückrufaktionen betroffen. Schon 2020 hatte Hyundai aufgrund von Batterieproblemen zahlreiche Fahrzeuge überprüfen und teilweise Komponenten austauschen lassen.
Der aktuelle Vorfall unterstreicht die weiterhin hohe Bedeutung von Sicherheitsprüfungen im Bereich der Elektromobilität. Allein in den letzten Wochen sind gleich mehrere Rückrufe verschiedener Hersteller wegen Brandgefahr notwendig geworden.
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