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Was wird aus VWs E-Auto-Werk Zwickau? Belegschaft fordert Klarheit von Konzernchef Blume

VW ID.3-Produktion im Werk Zwickau
VW ID.3-Produktion im Werk Zwickau; Quelle: Pressefoto

Die Stimmung bei Volkswagen ist angespannt. Überkapazitäten, die starke Konkurrenz aus China und die schwächelnde Nachfrage nach Elektroautos setzen dem Konzern mächtig zu. Nun wird VW-Chef Oliver Blume in der kommenden Woche in Sachsen erwartet. Die Belegschaft im Zwickauer Werk hofft auf der anstehenden Betriebsversammlung am Mittwoch endlich auf klare Antworten und eine verlässliche Zukunftsperspektive.

Sorge um den Vorzeige-Standort für E-Autos

Das Werk in Zwickau gilt eigentlich als Pionier der Elektromobilität im Volkswagen-Konzern. Seit dem Jahr 2020 rollen hier ausschließlich reine Stromer vom Band. Doch die aktuelle Marktlage zwingt den Autobauer zum Handeln. Die Auslastung ist stark gesunken, sodass im Jahr 2027 sogar eine der beiden Fertigungslinien in Zwickau stillgelegt werden soll. Die Angst vor einem massiven Stellenabbau oder gar Werksschließungen im Konzern wächst bei den Beschäftigten zunehmend.

Intelligente Lösungen statt Werksschließungen

Konzernchef Blume hatte zuletzt mehrfach betont, dass es intelligentere Lösungen geben müsse, als ganze Standorte zu schließen. Der Betriebsrat und die Mitarbeiter fordern nun, dass der Vorstand auf der Versammlung genau diese Lösungen präsentiert. Bisher fühlte sich die Belegschaft oft übergangen, da neue Sparpläne meist zuerst aus den Medien zu erfahren waren. Eine neue Strategie für Zwickau umfasst zur Überbrückung beispielsweise die Demontage von gebrauchten Fahrzeugen als neues Geschäftsfeld. Hier sollen bis Jahresende rund 100 Mitarbeiter beschäftigt werden, mittelfristig könnte die Zahl auf bis zu 1.000 anwachsen.

Sparen auf allen Ebenen notwendig

Der Druck auf den Autobauer bleibt enorm. Um die anvisierte Umsatzrendite deutlich zu steigern, muss Volkswagen auf allen Ebenen sparen. Zwickau steht dabei nicht alleine im Fokus, auch Standorte wie Emden oder Hannover kämpfen mit der aktuellen Absatzflaute. Für Leasing-Kunden und Autokäufer bedeutet diese Umstrukturierung mittelfristig, dass VW sein Angebot straffen und sich auf stark nachgefragte und margenstarke Modelle konzentrieren wird, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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