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VW sichert sich LFP-Material aus Deutschland: Großanlage in Bitterfeld kommt voran

Produktionsgelände der BNT Chemicals GmbH in Bitterfeld-Wolfen, einer Tochter der IBU-tec advanced materials AG.
Bild: IBU-tec advanced materials AG

Volkswagen macht einen entscheidenden Schritt in Richtung Unabhängigkeit bei der Batterieproduktion. Die konzerneigene Batterietochter PowerCo SE hat sich langfristig die Kapazitäten der IBU-tec advanced materials AG gesichert. Das Spezialchemie-Unternehmen baut derzeit in Bitterfeld-Wolfen die größte europäische Produktionsanlage für LFP-Batteriematerialien. Damit reduziert der Wolfsburger Autobauer perspektivisch seine Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten und stärkt die lokale Wertschöpfung für künftige Elektroautos.

Die Arbeiten an der Großanlage laufen nach Plan

Wie IBU-tec im aktuellen Halbjahresbericht mitteilt, schreitet der Bau der neuen LFP-Kathodenmaterialanlage zügig voran. Ein wichtiger Meilenstein ist der Aufbau des Sprühturms, dessen Probebetrieb noch Ende dieses Jahres starten soll. Ab dem Jahr 2028 wird die Anlage vollständig hochgefahren sein und jährlich rund 15.000 Tonnen LFP-Batteriematerial produzieren. VWs Batterietochter PowerCo hat sich per Vertrag den Zugriff auf die kompletten Produktionskapazitäten für die kommenden zehn Jahre gesichert.

Strategische Bedeutung für den Elektroauto-Markt

LFP-Akkus, also solche auf Basis von Lithium-Eisenphosphat, gewinnen in der Elektromobilität enorm an Bedeutung. Sie gelten als besonders langlebig, sicher und kommen ohne teure und umstrittene Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel aus. Bisher wird der Markt für diese Zellen stark von chinesischen Herstellern dominiert. Mit dem Aufbau einer rein europäischen Wertschöpfungskette durch Partner wie IBU-tec sichert sich Volkswagen nicht nur wichtige Rohstoffe im industriellen Maßstab, sondern macht seine Fahrzeugproduktion auch widerstandsfähiger gegen globale Lieferengpässe.

Wachstumskurs stärkt die Versorgungssicherheit

Für das in Weimar ansässige Unternehmen IBU-tec zahlt sich der Fokus auf Batteriematerialien bereits aus. Neben den fortgeschrittenen Bauarbeiten und ersten Meilensteinzahlungen in Millionenhöhe konnte der Spezialist ein weiteres Großprojekt im Bereich der Anodenmaterial-Entwicklung an Land ziehen. Für Autofahrer und Leasingnehmer ist diese Entwicklung im Hintergrund durchaus relevant. Lokale Lieferketten und sichere Produktionskapazitäten bei Volkswagen sind ein wichtiger Baustein für eine stabile Fahrzeugproduktion und können sich langfristig positiv auf die Verfügbarkeit und Preisstabilität von Elektroautos auswirken.


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