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VW hat Geld gefunden: Wolfsburger zahlen Mitarbeitern Boni trotz Krise

VW-Werk in Wolfsburg, Schornsteine, Backstein
VW-Werk in Wolfsburg, Quelle: Akhil Simha, Unsplash
  • Trotz anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten beteiligt Volkswagen seine Beschäftigten erneut am Unternehmenserfolg.
  • Wie der Konzern mitteilte, hat der Vorstand eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 1.250 Euro für Tarifbeschäftigte beschlossen.
  • Die Prämie soll mit dem Mai-Gehalt ausgezahlt werden.

VW steckt in der Krise und muss sparen. Zugleich rumort es in der Belegschaft, die Stellenstreichungen und drohende Werksschließungen fürchtet. In dieser Situation trifft die Konzernspitze eine Entscheidung zur Hebung der Moral: Die Mitarbeiter bekommen einen Bonus ausgezahlt. Ursprünglich hatten sich Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter darauf verständigt, die reguläre Ergebnisbeteiligung im Mai auszusetzen. Die nun beschlossene Zahlung erfolgt unabhängig davon.

Markenchef Thomas Schäfer betonte, die Belegschaft leiste in einer Phase des Umbaus mit hoher Unsicherheit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft des Unternehmens. Engagement, Fachwissen und Teamarbeit hätten maßgeblich zur Stabilisierung beigetragen.

Arbeitnehmervertreter zeigen sich zufrieden

Auch die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Daniela Cavallo, verwies auf den Einsatz der Mitarbeiter. Dieser habe wesentlich zum Ergebnis der Marke Volkswagen beigetragen und damit auch das Konzernergebnis gestützt. Vor diesem Hintergrund sei die Beteiligung der Beschäftigten am Erfolg konsequent.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Betriebsrats waren die Verhandlungen über die Höhe der Prämie zunächst von deutlichen Differenzen geprägt. Während die Arbeitnehmerseite eine Zahlung von 1.500 Euro angestrebt hatte, lag die ursprüngliche Vorstellung des Vorstands laut Spiegel deutlich niedriger. Im Verlauf mehrerer Verhandlungsrunden wurde schließlich der nun beschlossene Betrag vereinbart.

VW-Bilanz sieht trübe aus

Volkswagen hatte zuletzt einen deutlichen Gewinnrückgang gemeldet. Der Überschuss nach Steuern sank um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Der Konzern befindet sich weiterhin in einem umfassenden Transformationsprozess. Ende 2024 hatten sich Unternehmen und Gewerkschaft auf ein Sanierungsprogramm verständigt, das für die Kernmarke Volkswagen den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Nach aktuellen Angaben sind bereits mehr als 25.000 Austritte vertraglich geregelt. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge, betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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