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Vom Cabrio zur Luftabwehr: VW-Werk Osnabrück wird zum Rüstungsstandort

VW-Logo auf rotem Auto
VW-Logo, Quelle: Erik McLean, Unsplash

Das Volkswagen-Werk in Osnabrück steht vor einem historischen Umbruch: Nach dem für 2027 geplanten Auslaufen der Automobilproduktion wird der Standort Medienberichten nach schrittweise in ein Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen umgewandelt. Darauf haben sich Volkswagen, das Land Niedersachsen und der Finanzinvestor Aurelius Capital verständigt.

Verkauf an Investor und Land Niedersachsen

Der von Absatzkrisen und einem drastischen Sparkurs geplagte VW-Konzern trennt sich damit von seinem bekannten Standort. Den Plänen zufolge wird der Investor Aurelius als Mehrheitseigentümer gemeinsam mit dem Land Niedersachsen die Volkswagen Osnabrück GmbH übernehmen. Das Ziel der Transaktion sei es, den Standort langfristig zu erhalten und die industrielle Wertschöpfung in Deutschland zu sichern.

Erstes Großprojekt mit „Iron Dome“-Hersteller

Als erstes Ankerprojekt ist eine weitreichende Zusammenarbeit mit dem israelischen Rüstungsunternehmen Rafael geplant, das weltweit als Entwickler des Luftabwehrsystems „Iron Dome“ bekannt ist. Die Kooperation soll sich zunächst auf die Entwicklung und Produktion von Komponenten für Luftabwehrsysteme konzentrieren. Rafael-Chef Joav Tourgeman betonte das Ziel, die entsprechende Technologie vollständig in Deutschland zu produzieren, um Deutschland und Europa zu schützen.

Perspektive für einen Großteil der Belegschaft

Für die Beschäftigten beendet die Entscheidung eine Zeit der großen Ungewissheit. Zuletzt wurde in Osnabrück nur noch das T-Roc Cabrio gefertigt, nachdem ein erhoffter Folgeauftrag für einen E-Sportwagen abgesagt worden war. Die neue Ausrichtung bietet nach Angaben des Betriebsrats eine Anschlussperspektive für knapp 1.400 der derzeit 1.800 Mitarbeiter am Standort.

Das VW-Werk in Osnabrück geht auf das Traditionsunternehmen Karmann zurück, das 2009 in die Insolvenz rutschte und danach in weiten Teilen von Volkswagen übernommen wurde.


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