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Volkswagen im Pech: Chinageschäft wird langfristig schrumpfen

China - Symbolbild
  • Das China-Geschäft entwickelt sich für Volkswagen zunehmend zur Herausforderung.
  • Nach Einschätzung von China-Vorstand Ralf Brandstätter dürfte die Rendite in der Volksrepublik künftig nur noch zwischen vier und sechs Prozent liegen.
  • Damit bleibt sie deutlich unter dem globalen Margenziel des Konzerns von acht bis zehn Prozent bis 2030.

China wird für VW zunehmend zum Sorgenkind: Die Phase besonders hoher Gewinne im Reich der Mitte sei vorbei, sagt Ralf Brandstätter in einem Zeitungsinterview.

VW-Prognose: Verkäufe werden weiter sinken

Auch beim Absatz korrigiert Volkswagen seine Erwartungen nach unten. Für das Jahr 2030 rechnet der Konzern nun mit rund 3,2 Millionen verkauften Fahrzeugen in China, zuvor waren bis zu vier Millionen angepeilt worden. Hintergrund ist eine insgesamt schwächere Marktentwicklung, erstmals seit Jahren könnte der Markt wieder schrumpfen.

Volkswagen hatte den chinesischen Markt über Jahrzehnte dominiert, steht inzwischen jedoch unter starkem Druck durch heimische Hersteller, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Um Kosten zu senken, hat der Konzern seine Produktionskapazitäten in China bereits reduziert. Seit 2023 wurden mehrere Werke geschlossen, verkauft oder umgewidmet, zudem wurde die Belegschaft deutlich verkleinert.

Wie VW die China-Einbußen ausgleichen möchte

Parallel setzt Volkswagen verstärkt auf Exporte aus China in andere Wachstumsmärkte. Bis 2030 sollen jährlich rund 250.000 Fahrzeuge in Länder außerhalb Europas geliefert werden. Für Europa sind solche Exporte derzeit nicht geplant, mit Ausnahme einzelner Modelle.

Im wichtigen Zukunftsfeld Elektromobilität bleibt die Position schwach. Trotz hoher Gesamtverkäufe spielt Volkswagen bei Elektroautos in China bislang nur eine untergeordnete Rolle. Insgesamt kommen deutsche Hersteller dort auf einen sehr niedrigen Marktanteil. Experten gehen daher davon aus, dass der Wettbewerb in China weiter zunimmt und die Profitabilität unter Druck bleibt.


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