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Verkaufsverbot droht: Polestar hat ein Problem in den USA

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    • Polestar wird ab 2027 mit einem Verkaufsverbot für neue Varianten in den USA belegt.
    • Hintergrund ist eine neue US-Regelung, die den Verkauf bestimmter vernetzter Fahrzeuge aus China oder unter chinesischer Kontrolle einschränkt.
    • Während Volvo eine Ausnahmegenehmigung erhalten hat, blieb ein entsprechender Antrag von Polestar erfolglos.

Polestar droht ein Verkaufsverbot in den USA ab 2027. Die Maßnahme zeichnete sich bereits seit einiger Zeit ab. Die Regelung geht auf eine Initiative der US-Regierung aus dem Jahr 2024 zurück. Damals hatte Präsident Joe Biden vor möglichen Sicherheitsrisiken durch vernetzte Fahrzeuge gewarnt. Moderne Autos seien eng mit Smartphones, Navigationssystemen und weiterer Infrastruktur verbunden und könnten umfangreiche Daten sammeln. Aus Sicht der US-Regierung besteht das Risiko, dass solche Informationen an Staaten wie China weitergegeben oder Fahrzeuge aus der Ferne beeinflusst werden könnten.

Gefahren für die nationale Sicherheit

Auf Grundlage nationaler Sicherheitsinteressen führte die Regierung deshalb eine Lizenzpflicht für vernetzte Fahrzeuge ein, deren Hersteller oder Softwarelieferanten unter chinesischer oder russischer Kontrolle stehen. Betroffen sind insbesondere Softwarekomponenten für Fahrzeugvernetzung und automatisiertes Fahren.

Das Verkaufsverbot gilt ab dem Modelljahr 2027 für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4,5 Tonnen. Ab dem Modelljahr 2030 werden zudem bestimmte Hardware-Komponenten für die Fahrzeugvernetzung vom Import ausgeschlossen. Die Regelungen beziehen sich sowohl auf China als auch auf Russland, wobei russische Fahrzeuge auf dem nordamerikanischen Markt derzeit kaum eine Rolle spielen.

Ausnahmen sind möglich, aber schwierig

Ausnahmegenehmigungen sind grundsätzlich möglich. Davon profitieren unter anderem Volvo sowie US-Hersteller wie General Motors und Ford, die einzelne Modelle in China produzieren oder dort Software installieren. General Motors plant beispielsweise, die Fertigung des Buick Envision erst 2028 in die USA zu verlagern.

Warum Polestar keine Ausnahmegenehmigung erhalten hat, ist bislang nicht bekannt. Weder das Unternehmen noch die zuständige Behörde äußerten sich zu den Gründen. Das Genehmigungsverfahren gilt als nicht öffentlich. Obwohl sich die Eigentümerstruktur von Volvo und Polestar unterscheidet, gehören beide Marken zum chinesischen Geely-Konzern, dessen Mehrheitsaktionär der Unternehmer Li Shufu ist.

Fahrzeuge bis einschließlich Modelljahr 2026 dürfen weiterhin in den USA verkauft werden. Langfristig könnte die Entscheidung jedoch Auswirkungen auf die Nachfrage haben, da Kunden Einschränkungen beim künftigen Support oder der Ersatzteilversorgung befürchten könnten.

In Kanada plant Polestar dagegen, auch kommende Modellgenerationen weiterhin anzubieten. Ob sich das langfristig durchsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Beobachter verweisen auf den Rückzug von Suzuki aus den USA im Jahr 2012. Obwohl der Hersteller damals zunächst am kanadischen Markt festhielt, brach die Nachfrage ein, sodass Suzuki sich zwei Jahre später auch aus Kanada zurückzog.