Tesla
Tesla bringt hoch autonomes Fahren womöglich bald nach Europa

- Tesla treibt die Einführung seiner Fahrassistenzsoftware „Full Self Driving“ in Europa weiter voran.
- Nach mehreren Verzögerungen nennt das Unternehmen nun erneut einen möglichen Termin für die Zulassung.
- Demnach könnte das System am 10. April zunächst in den Niederlanden freigegeben werden.
Die Funktion zum autonomen Fahren bei Tesla steht möglicherweise kurz vor der Zulassung im ersten europäischen Markt. In den Niederlanden geht das Feature womöglich bald an den Start. Die zuständige Behörde RDW bestätigte, dass sich das Verfahren in der finalen Phase befindet.
Tesla-Fahrer müssen weiter geduldig sein
Für Tesla-Kunden in Europa bedeutet dies jedoch weiterhin Geduld. Die Software wird seit Jahren als Option verkauft, ohne bislang in der EU zugelassen zu sein. Frühere Zeitpläne, unter anderem für Februar und März 2026, hatten sich nicht erfüllt.
Nach Angaben von Tesla sind inzwischen alle erforderlichen Unterlagen eingereicht und die abschließenden Tests abgeschlossen. Auch die niederländische Zulassungsbehörde deutete an, dass das Verfahren kurz vor dem Abschluss steht, nannte jedoch keinen konkreten Termin.
Weiter kein echter Autopilot
Geplant ist eine Zulassung auf Basis der UN-Regelung R-171, ergänzt durch Ausnahmen nach Artikel 39. Dabei handelt es sich um Vorschriften für Fahrerassistenzsysteme, die den Fahrer unterstützen, aber keine vollständige Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen. Das System entspricht damit dem Automatisierungslevel 2, bei dem der Fahrer jederzeit eingreifen können muss.
Im Rahmen des rund 18 Monate dauernden Prüfprozesses hat Tesla nach eigenen Angaben umfangreiche Tests durchgeführt. Dazu zählen mehr als 1,6 Millionen Kilometer Fahrten auf europäischen Straßen sowie tausende Testszenarien und umfangreiche Dokumentationen zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Zusätzlich wurden Probefahrten für Interessierte angeboten, um das System unter realen Bedingungen zu demonstrieren.
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Einführung von „Full Self Driving“ in Europa ein komplexer Prozess. Die wiederholten Terminverschiebungen zeigen die hohen regulatorischen Hürden sowie die Anforderungen an Sicherheit und Verlässlichkeit solcher Systeme.
Zudem ist das Feature nicht unumstritten. Erst kürzlich wurde ein Unfall eines Tesla im Selbstfahrmodus bekannt, der nur mit viel Glück ohne kritische Folgen blieb.
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