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Tankrabatt wirkt: ADAC sieht aber noch Luft nach unten

Tankstelle
Tankstelle, Quelle: Iade Michoko, Pixabay
    • Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind seit dem Start des Tankrabatts am 1. Oktober deutlich zurückgegangen. Nach aktuellen Zahlen kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,126 Euro. Das sind 13,2 Cent weniger als eine Woche zuvor.

    Der Tankrabatt der Bundesregierung wirkt zunächst. In den letzten Tagen sind die Preise für Super E10 bundesweit deutlich gesunken. Noch stärker fiel der Rückgang beim Diesel aus. Für einen Liter werden derzeit durchschnittlich 2,233 Euro fällig. Innerhalb einer Woche sank der Preis damit um 17,6 Cent.
    Neben der steuerlichen Entlastung beeinflussen weiterhin die Entwicklung des Ölpreises und der Wechselkurs die Preise an den Tankstellen. Der Euro hat zuletzt weiter an Wert verloren und erreichte zeitweise seinen schwächsten Stand seit Mai 2025. Ein schwächerer Euro verteuert grundsätzlich den in US-Dollar gehandelten Rohöleinkauf.

    Gleichzeitig gab der Ölpreis jedoch leicht nach. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zum jüngsten Handelsschluss rund 100 US-Dollar und damit etwa drei Dollar weniger als eine Woche zuvor.

    ADAC: Entlastung bei Diesel weitgehend angekommen

    Nach bisherigen Auswertungen des ADAC geben die Mineralölunternehmen die steuerliche Entlastung insbesondere beim Diesel zu einem großen Teil an die Kunden weiter. Bei Super E10 fällt die Bilanz dagegen weniger deutlich aus.

    Rechnerisch ermöglicht der Tankrabatt eine Preissenkung von rund 17 Cent je Liter. Mit einem tatsächlichen Rückgang von 13,2 Cent bleibt Super E10 bislang rund vier Cent hinter diesem Wert zurück.

    Angesichts des weiterhin hohen Preisniveaus und des gesunkenen Rohölpreises sieht der ADAC trotz des schwächeren Euro weiteren Spielraum für niedrigere Tankstellenpreise. Der Automobilclub fordert die Mineralölunternehmen daher auf, die steuerliche Entlastung vollständig an die Verbraucher weiterzugeben.

    Kurz vor 12 Uhr ist Tanken derzeit am günstigsten

    Auch der Zeitpunkt des Tankens kann einen deutlichen Einfluss auf den Preis haben. Der ADAC empfiehlt Autofahrern derzeit, nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr eine Tankstelle anzusteuern. Zu diesem Zeitpunkt erreichen die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf im Durchschnitt ihren niedrigsten Stand.

    Gegen 12 Uhr steigen die Preise demnach deutlich an und sinken anschließend im Laufe des Tages wieder schrittweise. Wer zeitlich flexibel ist und zusätzlich die Preise verschiedener Tankstellen vergleicht, kann dadurch die Kosten weiter reduzieren.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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