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Klimakrise

Spritpreise: Warum das Tanken gerade wieder teurer wird

Tankstelle
Tankstelle, Quelle: Iade Michoko, Pixabay
    • Das extreme Niedrigwasser des Rheins verteuert derzeit den Transport von Kraftstoffen und trägt damit regional zu höheren Preisen an den Tankstellen bei.
    • Besonders teuer ist Benzin aktuell in Nordrhein-Westfalen und Hessen.
    • Die Versorgung mit Kraftstoffen ist nach Angaben der Branche jedoch weiterhin gesichert.

Derzeit steigen in einigen Regionen erneut die Preise an den Tankstellen, diesmal hat die Entwicklung allerdings nichts mit Krieg und Krisen in weit entfernten Ländern zu tun, dafür umso mehr mit einer Krise direkt vor unserer Haustür. Denn momentan wird nicht das Öl knapp, sondern das Wasser. Der Rhein gehört zu den wichtigsten Transportwegen für Mineralölprodukte in Deutschland. Große Tankschiffe befördern unter anderem Benzin, Diesel, Öl und Vorprodukte für Raffinerien. Bei niedrigen Pegelständen können die Schiffe jedoch nicht vollständig beladen werden. Dadurch sinkt die transportierte Menge pro Fahrt, während die Logistikkosten steigen.

Extremes Niedrigwasser macht das Leben teurer

„Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend“, erklärt ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer bei n-tv.de. Allerdings sei die Situation auf dem Rhein nur einer von mehreren Faktoren, die derzeit die Kraftstoffpreise beeinflussen. Die höheren Transportkosten für Kraftstoffe und einzelne Vorprodukte könnten regional dennoch deutlich ins Gewicht fallen.

Vorerst geht uns nicht der Sprit aus

Ein flächendeckender Versorgungsengpass ist bislang nicht zu erwarten. Deutschland wird nicht ausschließlich über den Rhein mit Mineralölprodukten versorgt. Zum Logistiknetz gehören auch Seehäfen, Raffinerien und Pipelines sowie Transporte per Bahn und Lkw. Das Niedrigwasser dürfte sich deshalb vor allem in Regionen bemerkbar machen, die stärker von Lieferungen über den Rhein abhängig sind.

Entsprechende Unterschiede zeigen sich bereits bei den Tankstellenpreisen. Nach Daten des Spritpreisportals Tankerkönig waren Nordrhein-Westfalen und Hessen am Dienstagmorgen die teuersten Bundesländer für Benzin. Dahinter folgten Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Bei Diesel lagen Nordrhein-Westfalen und Hessen auf dem zweiten Platz.

Auch auf Ebene der Landkreise zeigt sich ein West-Ost- beziehungsweise Nord-Süd-Gefälle. Besonders bei Benzin konzentrieren sich derzeit viele der teureren Regionen auf die westliche Hälfte Deutschlands. Vergleichsweise günstig ist Kraftstoff dagegen in Bayern, insbesondere im Süden des Bundeslandes.

Die regionalen Differenzen fallen dabei durchaus deutlich aus: Zwischen Bayern und Nordrhein-Westfalen beziehungsweise Hessen beträgt der Preisunterschied bei Benzin derzeit rund sieben Cent je Liter. Bei Diesel sind es etwa acht Cent.


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