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Schon über 100.000 Anträge: E-Auto-Prämie extrem beliebt

E-Auto-Ladestation
Ladestation für E-Autos, Quelle: E-Go auf Unsplash
    • Die neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung stößt offenbar auf großes Interesse.
    • Rund zweieinhalb Monate nach dem Start des Programms ist die Marke von 100.000 Förderanträgen überschritten worden.
    • Der überwiegende Teil der Anträge entfällt auf vollelektrische Fahrzeuge.

Die neue E-Auto-Prämie der Bundesregierung kommt bei den Verbrauchern gut an. Schon nach zweieinhalb Monaten sind über 100.000 Anträge auf Förderung eingegangen. Das Förderprogramm, das rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 gilt, unterstützt Privatpersonen beim Kauf oder Leasing von Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Fahrzeugen mit Range Extender. Insgesamt stehen dafür in den kommenden Jahren drei Milliarden Euro zur Verfügung. Ziel ist es, die Anschaffung von rund 800.000 elektrifizierten Fahrzeugen zu fördern.

Antragsbearbeitung kann etwas Geduld brauchen

Nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die vom „Handelsblatt“ zitiert werden, lagen bis zum 4. August insgesamt 102.539 Förderanträge vor. Mehr als 28.000 davon wurden bereits bewilligt. Damit ist bereits rund ein Achtel des vorgesehenen Fördervolumens beantragt worden.

Sollte das aktuelle Antragsniveau anhalten, könnten die bereitgestellten Mittel deutlich früher ausgeschöpft sein als ursprünglich geplant. Allerdings dürfte der bisherige Verlauf durch einen Nachholeffekt beeinflusst worden sein, da Anträge rückwirkend für Fahrzeuge gestellt werden können, die bereits seit Jahresbeginn zugelassen wurden. Gleichzeitig werden Förderanträge erst nach der Zulassung eines Fahrzeugs möglich, sodass zwischen Bestellung und Antragstellung häufig mehrere Monate liegen.

Die meisten geförderten Autos sind vollelektrisch

Besonders deutlich fällt die Verteilung nach Antriebsarten aus: 92.806 Anträge und damit mehr als 90 Prozent entfallen auf batterieelektrische Fahrzeuge. Lediglich 9.733 Anträge wurden für Plug-in-Hybride oder Fahrzeuge mit Range Extender eingereicht.

Auch bei der Finanzierungsform zeigt sich ein nahezu ausgeglichenes Bild. Für den Fahrzeugkauf gingen 51.851 Anträge ein, während 50.688 Anträge auf Leasingfahrzeuge entfielen.

Die Höhe der Förderung richtet sich nach Einkommen und Kinderzahl. Nach BAFA-Angaben stammen 52.377 Anträge von Haushalten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 45.000 Euro. Weitere 22.488 Anträge entfallen auf Einkommensgruppen zwischen 45.001 und 60.000 Euro. Damit stammen fast drei Viertel aller Anträge von Haushalten mit einem zu versteuernden Einkommen von höchstens 60.000 Euro. Förderfähig sind Haushalte mit einem durchschnittlichen zu versteuernden Einkommen von bis zu 90.000 Euro.

Für die Prüfung der Förderberechtigung ist das zu versteuernde Einkommen maßgeblich – nicht das Brutto- oder Nettoeinkommen. Grundlage bildet der Durchschnitt der beiden aktuellsten Steuerbescheide, wodurch zahlreiche steuerliche Abzüge bei der Berechnung berücksichtigt werden. Dadurch können auch Haushalte mit deutlich höheren Bruttoeinkommen die Fördervoraussetzungen erfüllen.


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Elektrowende

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