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Russischer Automarkt: Weniger verkaufte Autos insgesamt als von VW allein in Deutschland

Lada Xray Cross
Lada Xray Cross; Quelle: Pressefoto

Business. Der Neuwagenmarkt in Russland bricht dramatisch ein. Sogar so weit, dass weniger Autos verkauft worden sind als von VW allein in Deutschland.

In einigen Jahren wird die russische Bevölkerung wohl zu Fuß gehen müssen. Der Neuwagenmarkt des Landes bricht ein. Ersatzteile werden knapp. Künftig sollen Autos sogar ohne Sicherheitssysteme gebaut werden, berichtet finanzen100.de.

Einbruch um 83,5 Prozent

Aufgrund von Sanktionen, Materialengpässen und dem Rückzug fast aller internationalen Autobauer aus Russland ist der dortige Markt kollabiert. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Absatz nach Angaben des russischen Wirtschaftsverbandes AEB drastisch zurück. Um insgesamt 83,5 Prozent auf nur noch 24.268 Fahrzeuge sogar.

Dieser Einbruch ist verheerend. Zum Vergleich: In ganz Russland (rund 144 Millionen Menschen) wurden weniger Autos verkauft als alleine bei VW im Monat in Deutschland. Im Mai setzte Volkswagen rund 38.000 Fahrzeuge ab. In Russland waren es nur noch 24.268 Einheiten. Und das, obwohl der EU-Markt selbst in einer Absatzkrise steckt.

Russlands Automarkt kollabiert

Der Absatz des deutschen Autobauers Volkswagen, der seit März in Russland nicht mehr produziert, ist im Mai in Russland um 94 Prozent gesunken. Laut dpa haben BMW und Mercedes nicht einmal Absatzzahlen bekannt gegeben. Alle deutschen Hersteller haben als Sanktionen auf den Ukraine-Krieg ihre Produktionen und Lieferungen in Russland eingestellt und Kooperationen beendet.

Laut finanzen100.de betraf der Verkaufsrückgang in Russland alle vertretenen Automarken. Die meisten Produktionsstätten würden wegen des Ersatzteilemangels still liegen. Der Branchenführer Avtovaz, der beispielsweise alle Lada-Modelle baut, musste einen Absatzrückgang von 84 Prozent seit der Verstaatlichung im Mai hinnehmen.

Produktion soll wieder anrollen, aber ohne ABS und ESP

Avtovaz will die Produktion ab heute wieder teilweise aufnehmen. Vom Band sollen allerdings ältere Modelle rollen, die dann nur noch der Abgasnorm Euro 2 entsprechen und auf ABS, Airbags oder elektrische Fensterheber verzichten. Russlands Politik wird also nicht nur durch die Auto-Knappheit die Mobilität der Bevölkerung einschränken, sondern künftig auch die Fahrsicherheit stark belasten. Um aller Freundschaft Bande mit dem Westen zu brechen hat Russland sogar angekündigt das Kultauto Moskwitsch wiederzubeleben, um die vielen Arbeiter:innen, die aktuell ohne Arbeit dastehen, wieder in die Beschäftigung zu bekommen.

Zur Entscheidung von Renault zum Ausstieg aus Russland sagte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin: „ Das ist ihr Recht, aber wir können nicht zulassen, dass ein Kollektiv mit vielen Tausend Arbeitern ohne Beschäftigung bleibt .“ Deshalb sei beschlossen worden, das Werk zu übernehmen und die Produktion von Pkw neu zu starten unter der „historischen Marke Moskwitsch “.


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