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Paukenschlag: Porsche verkauft Rimac-Anteile für eine Milliarde Euro

Jahrelang galt die strategische Partnerschaft zwischen Porsche und der kroatischen Elektro-Schmiede Rimac als Vorzeigeprojekt für die Entwicklung von Hochleistungs-Stromern. Doch nun zieht sich der Stuttgarter Sportwagenbauer überraschend zurück: Für rund eine Milliarde Euro gehen die Anteile an ein neues Erwerberkonsortium.
Es ist eine der größten Umwälzungen in der jüngeren Geschichte der europäischen Sportwagen-Industrie. Nach der nun erfolgten behördlichen Genehmigung ist es offiziell: Die Porsche AG trennt sich von ihren Beteiligungen an der kroatischen Rimac Group sowie an dem prestigeträchtigen Joint-Venture Bugatti Rimac.
Der Käufer ist ein neu formiertes Erwerberkonsortium, das für die Anteile tief in die Tasche greift. Rund eine Milliarde Euro fließen durch den Verkauf in die Kassen der Stuttgarter.
Geld für die Kasse statt für Hypercars
Der Ausstieg kommt für viele Branchenbeobachter überraschend. Porsche war bereits 2018 bei dem kroatischen Batterie- und Hypercar-Spezialisten rund um den Gründer Mate Rimac eingestiegen und hatte seine Anteile über die Jahre stetig ausgebaut. Die Kroaten galten als wichtiges technologisches Zugpferd für die extremen Leistungsanforderungen im E-Segment.
Warum also jetzt der Verkauf? Der Hintergrund ist offenbar stark finanzieller Natur. Das erste Halbjahr 2026 war für die Porsche Holding aufgrund diverser Marktherausforderungen von Verlusten geprägt. Der Milliarden-Deal spült nun dringend benötigte Liquidität ins Unternehmen. Wie aus Unternehmenskreisen verlautet, wird allein ein Viertel des Erlöses – rund 250 Millionen Euro – direkt dafür verwendet, um bestehende Pensionsverpflichtungen des Konzerns abzusichern.
Was bedeutet das für Porsches E-Strategie?
Für Autofans und Leasing-Kunden stellt sich vor allem eine Frage: Verliert Porsche durch den Ausstieg bei Rimac nun technologisch den Anschluss bei der Elektromobilität?
Die klare Antwort lautet: Nein, aber der Fokus verschiebt sich. Porsche konzentriert seine Investitionen künftig voll und ganz auf die konzerneigenen Architekturen. Mit der Premium Platform Electric (PPE), auf der bereits der neue elektrische Macan steht, und der künftigen SSP-Sport-Plattform für kommende Hochleistungsmodelle, will Porsche die Technologie-Entwicklung wieder stärker im eigenen Haus bündeln.
Mate Rimac und sein Team werden derweil mit den neuen Investoren den Ausbau der eigenen Technologie-Sparte (Rimac Technology) sowie die Entwicklung extremer elektrischer Hypercars (wie dem Rimac Nevera) und der Marke Bugatti eigenständig vorantreiben.
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