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Aderlass

Nikola Motors mit Einstellstopp?

Nikola LKW
Nikola LKW, Bild: Pressefoto

In den vergangenen Monaten soll es beim US-Elektro-LKW-Bauer Nikola Motors einen drastischen Aderlass bei Mitarbeitern gekommen sein. Konkret sollen viele leitende Mitarbeiter im Bereich der Lieferkettenverwaltung weggefallen sein. Das Unternehmen verhängte Medienberichten zufolge außerdem einen Einstellstop. Dieser Berichterstattung widersprach das Unternehmen jedoch.

In den vergangenen Monaten haben mehrere Mitarbeiter aus dem Bereich Supply Chain Management (SCM) von Nikola das Unternehmen verlassen. Laut Electrek sind darunter:

  • Matthew Jenkins (Director of Supply Chain & Purchasing für Cab, Thermal, HMI & Controls, ADAS)
  • Mike Chaffins (Global Head of Supply Chain)
  • Mike Gallager (Director of Purchasing für Chassis, Powertrain, Indirect, CAPEX)

Außerdem wurde dem Magazin zugetragen, dass das Start-up wohl einen Einstellstopp verhängt habe. Der Weggang der erwähnten Mitarbeiter soll in erster Linie mit Nikolas Finanzvorstand, CFO Kim Brady zusammenhängen. Diesem hätten die Mitarbeiter zuarbeiten müssen, obwohl seine Expertise hauptsächlich aus dem Bereich des Investmentbanking stamme.

Nikola Motors widerspricht

Gegenüber Electrek widersprach das Unternehmen der Berichterstattung. Es gäbe keinen Einstellstopp bei Nikola Motors. Darüber hinaus sei das SCM intakt. Man habe die vakanten Stellen durch interne Beförderungen besetzt und entsprechend gab es zunächst keine Stellenausschreibungen. Man habe derzeit rund 1.000 Mitarbeiter:innen, konkretisierte ein Sprecher, von denen alleine 220 in den letzten 120 Tagen eingestellt worden seien.

Nikola’s supply chain department is intact and Nikola continues to hire. The supply chain department has been intentionally strengthened with new and existing leadership. Nikola is focusing its efforts on getting its first BEVs and FCEVs to market and continues to hire strategically for critical roles. We have nearly 1000 employees now, including 220 new hires within the last 120 days.

Wie geht es weiter bei Nikola Motors?

Das Unternehmen scheint angeschlagen. Im vergangenen Jahr sah sich die Firma und deren Gründer Trevor Milton viel Kritik ausgesetzt. Eine Analyse von „Hindenburg Research“ warf dem Unternehmen Täuschung vor, Recherchen von Electrek und Bloomberg bekräftigten die Vorwürfe. Unter anderem stellte sich heraus, dass Nikola Motors ein Präsentationsvideo des vermeintlich ersten Wasserstoff betankten LKWs der Firma gefälscht hatte.

Zwar gab es von Nikola Motors eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Doch das Unternehmen konnte die vorgebrachte Kritik nicht entkräften. Es gab sogar zu, dass das Präsentationsvideo nicht echt gewesen sei, entschuldigte sich aber nicht.

Im Juli 2021 wurde Milton in drei Fällen des „kriminellen Betrugs“ vor Gericht angeklagt. Er sieht in der Anklage durch den Staatsanwalt eine Hexenjagd auf Unternehmer im Bereich der klimaneutralen Technologie und beteuert seine Unschuld. In der Folge verließ der Gründer das Start-up.

Nikola Motors (NKLA) erwartet Strafe

Das Unternehmen, das an der Börse gelistet ist, erwartet außerdem eine Strafe der US-Börsenaufsicht SEC in Höhe von 125 Millionen US-Dollar.

Am 24. Februar 2022 gibt Nikola Motors seinen nächsten Quartalsbericht heraus. Am selben Tag gibt es auch einen Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen, den sogenannten Earnings Call, dem Zuhörer:innen beiwohnen können, da er als Livestream übertragen wird.


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