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Elektrowende

Neue Wallbox-Förderung für Mehrfamilienhäuser der Bundesregierung in der Kritik: Diese Haushalte werden benachteiligt

Wallbox
Wallbox, Quelle: Eren Goldman, Unsplash
  • Trotz weiter steigender Spritpreise bleiben Fahrer von Elektroautos von den Kostensteigerungen weitgehend unberührt, zumindest wenn sie ihr Fahrzeug zu Hause laden können.
  • Da jedoch viele Haushalte, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, bislang keinen Zugang zu privaten Ladepunkten haben, setzt die Bundesregierung nun auf eine Ausweitung der Infrastruktur.
  • Allerdings bleiben bestimmte Häuser und deren Bewohner bei diesen Plänen außen vor, was Kritiker auf den Plan ruft.

Die Bundesregierung will die Elektrowende mit einer neuen E-Auto-Förderung wieder in Schwung bringen. Gefördert werden nicht nur neue Fahrzeuge, sondern auch Lademöglichkeiten. Ein neues Förderprogramm stellt dafür insgesamt 500 Millionen Euro bereit, um den Ausbau von Ladepunkten an Mehrfamilienhäusern voranzutreiben. Pro Ladepunkt können bis zu 2.000 Euro Zuschuss gewährt werden. Ziel ist es, das Laden am eigenen Stellplatz auch für Bewohner ohne Einfamilienhaus wirtschaftlich attraktiv zu machen und damit eine kostengünstigere Alternative zum öffentlichen Laden zu schaffen.

Es gibt einige Haken

Voraussetzung für die Förderung ist allerdings ein eigener Stellplatz, etwa in einer Tiefgarage. Zudem müssen Eigentümergemeinschaften die Installation mehrheitlich beschließen. Kritisch gesehen wird, dass mindestens sechs Stellplätze oder alternativ 20 Prozent der vorhandenen Stellflächen elektrifiziert werden müssen. Dadurch könnten kleinere Wohnanlagen von der Förderung ausgeschlossen werden.

Kritiker: Programm benachteiligt systematisch bestimmte Haushalte

Während Immobilienverwalter das Programm laut MDR als pragmatischen Schritt zum schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur bewerten, verweisen Verbraucherschützer auf die Einschränkungen durch die Förderbedingungen. Insbesondere Mieter ohne eigenen Stellplatz profitieren nicht direkt und bleiben weiterhin auf öffentliche Ladesäulen angewiesen, die häufig höhere und schwankende Preise aufweisen.

Ob die Bundesregierung in diesem Punkt, wie auch bei der Förderung der E-Autos, die ebenfalls als unausgewogen kritisiert wird, noch einmal nachbessert, bleibt offen.


Themen des Beitrags:
Elektrowende

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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