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Nach E-Autos jetzt auch Plug-in-Hybride: Umweltminister fordert neue China-Zölle

Bundesumweltminister Carsten Schneider fordert eine deutliche Ausweitung der europäischen Importzölle auf Fahrzeuge aus China. Nach den bestehenden Sonderzöllen für rein batterieelektrische Fahrzeuge sollen künftig auch chinesische Plug-in-Hybride mit vergleichbaren Ausgleichszöllen belegt werden. Der Vorstoß trifft auf einen Markt, in dem chinesische Hersteller zuletzt verstärkt Plug-in-Hybride nach Europa gebracht haben – ein Segment, das von den bisherigen EU-Sonderzöllen nicht erfasst wird.
Forderung nach fairem Wettbewerb für europäische Hersteller
Als Begründung verweist Schneider auf die aus seiner Sicht fehlenden fairen Wettbewerbsbedingungen zwischen China und Europa. Bei Elektromobilität und Batterieproduktion brauche es ein „Level Playing Field“. Für rein batterieelektrische Fahrzeuge aus China gelten bereits zusätzliche Ausgleichszölle, Plug-in-Hybride sind davon bislang ausgenommen. Schneider fordert deshalb vergleichbare Zölle auch für diese Fahrzeuge.
Chinesische Marken gewinnen massiv Marktanteile
Die politische Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem chinesische Hersteller erhebliche Erfolge im deutschen Plug-in-Hybrid-Markt feiern. Laut einer aktuellen Auswertung des CAR-Instituts kam allein die Marke BYD im Juli auf 10,7 Prozent Marktanteil und den vierten Platz im deutschen PHEV-Segment. Im Mai lag BYD bei den PHEV-Neuzulassungen sogar auf dem ersten Platz.
Unterschiedliche Zollbehandlung könnte enden
Der deutsche Vorstoß würde diese bislang unterschiedliche Zollbehandlung von batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden auf EU-Ebene beenden. Da es sich aktuell um eine politische Forderung des Umweltministers handelt und noch keine beschlossene EU-Maßnahme vorliegt, bleibt die weitere Debatte auf europäischer Ebene jedoch zunächst abzuwarten.
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