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MINI Cooper vor radikalem Umbau: Heckantrieb und 800-Volt-Technik im Gespräch

Der MINI Cooper könnte vor einem der größten technischen Umbrüche seiner Geschichte stehen. Für die nächste elektrische Generation ist erstmals ein Wechsel vom traditionellen Frontantrieb zum Heckantrieb denkbar. Hintergrund ist die geplante Nutzung der neuen BMW-Gen6-Technik, die ursprünglich für die Elektroautos der Neuen Klasse entwickelt wurde. Gleichzeitig soll sich MINI beim Design wieder stärker auf seine Wurzeln besinnen.
Seit Jahrzehnten gehört Frontantrieb praktisch zur DNA des MINI. Bereits der klassische Mini setzte auf dieses Konzept, um auf möglichst wenig Fahrzeuglänge möglichst viel Platz im Innenraum zu schaffen. Doch mit dem nächsten elektrischen Cooper könnte diese Tradition enden.
BMW-Technik könnte den Cooper grundlegend verändern
Nach aktuellen Informationen beschäftigt sich MINI bereits intensiv mit der nächsten Cooper-Generation. Besonders spannend ist dabei die technische Basis. Der Elektro-Cooper könnte künftig Komponenten aus BMWs neuer Gen6-Architektur übernehmen.
Diese Plattform ist grundsätzlich auf Heck- und Allradantrieb ausgelegt. Ein klassischer elektrischer Frontantrieb ist für diese Technik bislang nicht vorgesehen. Genau deshalb steht plötzlich ein Szenario im Raum, das bei MINI bisher kaum vorstellbar war: Der Elektromotor könnte an die Hinterachse wandern.
Offiziell bestätigt ist der Heckantrieb allerdings noch nicht. BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post ließ die Möglichkeit zuletzt jedoch ausdrücklich offen. Entscheidend sollen unter anderem Packaging, Effizienz und Fahrverhalten sein.
Gerade für MINI könnte ein Heckantrieb durchaus seinen Reiz haben. Die Marke wirbt seit Jahren mit einem besonders agilen Fahrgefühl. Ein kompakter Elektro-Cooper mit Hinterradantrieb könnte diesen Anspruch auf völlig neue Weise interpretieren.
800 Volt und schnelleres Laden
Noch interessanter wird der nächste Cooper durch die mögliche Übernahme weiterer Gen6-Technik. BMW setzt bei seiner neuen Elektroplattform unter anderem auf 800-Volt-Technologie und neue Rundzellen.
Für die Gen6 spricht der Hersteller allgemein von höherer Energiedichte, größeren Reichweiten und deutlich kürzeren Ladezeiten. Die konkreten Werte eines künftigen MINI Cooper stehen allerdings noch nicht fest.
Auch bidirektionales Laden gehört zum technischen Baukasten. Damit könnte ein zukünftiger Cooper nicht nur Strom aufnehmen, sondern ihn theoretisch auch wieder an Haushalt oder Stromnetz abgeben.
Optisch wieder näher am MINI R50
Parallel zur Technik soll sich auch das Design verändern. MINI-Designchef Holger Hampf hat bereits angedeutet, dass die nächste Cooper-Generation wieder stärker vom R50 aus dem Jahr 2001 inspiriert werden könnte, dem ersten MINI unter BMW-Regie.
Dabei dürfte es weniger um ein Retro-Design als vielmehr um klassische Proportionen gehen: kurze Überhänge, weit außen stehende Räder, kompakte Abmessungen und eine klare MINI-Silhouette. Sogar ein etwas kleinerer Cooper scheint wieder denkbar.
Interessant ist außerdem, dass Elektro- und Verbrennerversionen technisch künftig stärker getrennt werden könnten. Während der elektrische MINI möglicherweise auf Heckantrieb setzt, könnten Benziner und mögliche Hybridversionen weiterhin mit Frontantrieb unterwegs sein.
Noch ist vieles nicht endgültig entschieden. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab: Der nächste MINI Cooper könnte technisch deutlich radikaler werden, als es sein vertrautes Design zunächst vermuten lässt.
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