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CityFreighter Evolve: E-Wohnmobil mit 128-kWh-Akku schafft über 400 Kilometer

Auf dem Caravan Salon 2026 in Düsseldorf feiert ein elektrisches Wohnmobil Weltpremiere, das die Vorstellungen vom mobilen Reisen grundlegend verändern könnte. Das nordamerikanische Start-up CityFreighter präsentiert gemeinsam mit den Partnern Vöhringer und Motive Development den CityFreighter Evolve. Anstatt auf einen herkömmlichen, elektrifizierten Transporter wie den Fiat Ducato zurückzugreifen, wurde dieses Fahrzeug komplett neu gedacht. Es basiert auf einer eigens für Elektrofahrzeuge entwickelten Skateboard-Plattform.
Skateboard-Plattform sorgt für ein neues Raumgefühl
Die Entscheidung für diese Architektur bringt für Wohnmobilisten entscheidende Vorteile mit sich. Da das Batteriesystem, der E-Antrieb und das Fahrwerk flach im Chassis integriert sind, entfallen klassische Bauteile wie ein wuchtiger Motorraum. Das Resultat ist ein durchgehend ebener Boden von der Fahrerkabine bis zum Heck. Bei einer überschaubaren Außenlänge von 6,95 Metern, 2,35 Metern Breite und 2,72 Metern Höhe bietet das E-Wohnmobil beachtliche 12,2 Quadratmeter Wohnfläche. Das smarte Konzept ermöglicht einen niedrigen Einstieg, viel Stehhöhe sowie ausreichend Platz für vier Reisesitze und vier Schlafplätze. Ein weiterer Pluspunkt für die Fahrdynamik ist die Positionierung der Räder an den äußeren Kanten. Das reduziert die Seitenwindanfälligkeit und sorgt für ein stabileres Fahrverhalten.
Leichtbau trifft auf üppige Reichweite
Ein bekanntes Problem bei elektrischen Wohnmobilen ist das hohe Gewicht der Batterien, das oftmals die Nutzlastgrenzen sprengt. Um dem entgegenzuwirken, setzt Vöhringer beim Innenausbau auf die innovative Airply-Technologie. Diese ermöglicht es, die Möbelkomponenten um bis zu 45 Prozent leichter zu fertigen als bei einer herkömmlichen Sperrholzbauweise. So bleibt das Gewicht des Demonstrators trotz kompletter Ausstattung mit Küche, Bad, Wärmepumpe und massiver 128-kWh-Batterie so gering, dass die verfügbare Nutzlast auch für längere Reisen ausreicht.
Die Batterie übernimmt beim CityFreighter Evolve nicht nur den Vortrieb, sondern versorgt das gesamte Bordnetz. Induktionskochfeld, Klimaanlage und Kühlgeräte werden direkt aus dem großen Akku gespeist. Unter realen Bedingungen soll das E-Wohnmobil damit eine elektrische Reichweite von über 400 Kilometern erzielen. An einer Schnellladesäule lässt sich der Energiespeicher mit bis zu 200 kW Gleichstrom in nur etwa 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Zusätzliche Photovoltaikmodule auf dem Dach erhöhen die Energieunabhängigkeit beim autarken Camping.
Austauschbare Batterie und Blick in die Zukunft
Ein spannendes Detail für Käufer ist die konzeptionelle Trennung von Fahrzeug und Batterie. Der Akku lässt sich unabhängig warten, austauschen oder später auf neuere Zelltechnologien aufrüsten. Das senkt nicht nur die Wartungskosten, sondern dürfte auch den Wiederverkaufswert des Wohnmobils langfristig stabilisieren.
Wer jetzt schon die Koffer packen möchte, muss sich allerdings noch etwas gedulden. Bei dem gezeigten CityFreighter Evolve handelt es sich ausdrücklich um ein Konzeptfahrzeug, das noch nicht serienreif ist. CityFreighter nutzt die Premiere vielmehr dazu, aktiv nach Wohnmobilherstellern und Industriepartnern zu suchen, die diese vielversprechende Skateboard-Plattform gemeinsam zur Serienreife bringen wollen.
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