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Wartezeit

Lichtblick für Cupra Tavascan-Käufer: EU und VW einigen sich auf Zollausnahme

Cupra Tavascan
Cupra Tavascan; Quelle: Pressefoto
  • Käufer des Cupra Tavascan können wohl aufatmen.
  • Die EU hat das Modell von den Sonderzöllen auf China-Importe ausgenommen.
  • Nun dürfte sich der immense Auslieferungsstau bestellter Fahrzeuge hoffentlich zügig auflösen.

Der Volkswagen-Konzern hat sich mit der Europäischen Kommission auf eine Ausnahmeregelung bei den Einfuhrzöllen für Elektroautos aus China verständigt. Konkret geht es um den Cupra Tavascan, der im VW-Werk im chinesischen Anhui produziert wird. Das Modell wird künftig von den bislang fälligen Sonderzöllen ausgenommen, wie aus einer jetzt veröffentlichten Entscheidung der Europäischen Kommission hervorgeht, aus der Medienberichte zitieren.

EU und VW gehen Deal ein

Grundlage der Einigung ist eine Vereinbarung zwischen der Kommission und der VW-Tochter Seat, zu der die Marke Cupra gehört. Demnach verpflichtet sich der Konzern unter anderem zu einem Mindestimportpreis sowie zu Höchstimportmengen für den Tavascan. Seat erklärte, man begrüße ausdrücklich, dass die Brüsseler Behörde die Vorschläge von Seat und Cupra angenommen habe. Der Tavascan sei ein europäisches Projekt, das in Europa entwickelt und in einem mehrheitlich VW gehörenden Werk in China gefertigt werde.

Der Zoll führte bislang dazu, dass Käufer des Cupra Tavascan teils über ein Jahr auf ihre bestellten Fahrzeuge warten.

Cupra Tavascan galt bislang als chinesisches E-Auto

Bislang unterlag der Cupra Tavascan einem Sonderzoll von 20,7 Prozent, zusätzlich zum regulären EU-Importzoll von zehn Prozent auf Fahrzeuge aus Drittstaaten. Die EU hatte die Aufschläge im Zuge ihres Anti-Subventionsverfahrens gegen chinesische Elektroautos Ende 2024 eingeführt. Je nach Hersteller können diese Abgaben bis zu 35,3 Prozent betragen.

Mit der nun getroffenen Regelung setzt die EU-Kommission erstmals auf eine konkrete Ausnahme in Verbindung mit Mindestpreisen. Ziel dieses Ansatzes ist es, die Auswirkungen staatlicher Subventionen aus China auszugleichen und gleichzeitig Schlupflöcher zu schließen, etwa durch den Import von Hybridfahrzeugen.

Die Strafzölle sollen verhindern, dass der europäische Markt von preisgünstigen Elektroautos chinesischer Hersteller wie BYD, Geely oder SAIC dominiert wird. Neben Volkswagen importieren auch andere deutsche Hersteller Elektrofahrzeuge aus China, darunter BMW. Mercedes-Benz kooperiert im Elektrosegment zudem über die Marke Smart mit Geely.

Mehrere Autobauer, darunter BMW, haben gegen die EU-Zölle bereits Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Die nun erzielte Ausnahme für den Cupra Tavascan könnte in diesem Kontext Signalwirkung für weitere Verhandlungen zwischen Herstellern und der EU-Kommission haben.


Themen des Beitrags:
VW

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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