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Lenkung kann ausfallen: Škoda ruft mehr als 370.000 Autos in Deutschland zurück

Skoda-Logo auf Motorhaube
Skoda-Logo auf Motorhaube, Quelle: Unsplash

Škoda ruft weltweit rund 1,72 Millionen Fahrzeuge zurück. In Deutschland sind 370.347 Autos potenziell betroffen. Eine Schraube im Lenksystem kann abreißen und im schlimmsten Fall zum Ausfall der Lenkung führen. Betroffen sind mehrere Generationen von Octavia, Superb und Kodiaq sowie der Karoq.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Rückrufaktion am 2. Oktober 2026 veröffentlicht. Sie trägt die KBA-Referenznummer 17091R, bei Škoda läuft sie unter dem Aktionscode 48LS. Die Behörde nennt weltweit 1.719.030 potenziell betroffene Fahrzeuge.

Diese Škoda-Modelle sind betroffen

In der Rückrufdatenbank des KBA werden der Octavia der dritten und vierten Generation, der Superb der dritten Generation, der Karoq sowie der Kodiaq der ersten Generation aufgeführt. Es ist neben VW selbst und der Premium-Tochter Audi bereits die dritte Marke des Konzerns, die Fahrzeuge wegen Lenk-Problemen zurückrufen muss.

Der zusammengefasste Produktionszeitraum reicht von November 2015 bis August 2026. Diese Spanne gilt für die gesamte Aktion und lässt sich nicht vollständig auf jede einzelne Modellgeneration übertragen. Auch bedeutet sie nicht, dass jedes in diesem Zeitraum gebaute Fahrzeug der genannten Baureihen betroffen ist.

Eine Einschränkung auf bestimmte Motorisierungen enthält der KBA-Datensatz nicht. Ob das eigene Auto zur Rückrufaktion gehört, sollten Halter deshalb anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer bei einem Škoda-Servicepartner prüfen lassen.

Korrosion kann die Befestigungsschraube schädigen

Als Sicherheitsrisiko nennt das KBA einen möglichen Schraubenabriss, der zum Lenkungsausfall führen kann. Škoda erklärte auf Anfrage des ADAC, dass eine Befestigungsschraube im Lenksystem unter bestimmten Umgebungsbedingungen korrodieren könne. Als Einfluss nennt der Hersteller den langjährigen Betrieb in Gebieten, in denen Streusalz eingesetzt wird.

Die Aufnahme auch jüngerer Fahrzeuge in die Aktion bedeutet dabei nicht, dass bei ihnen bereits Korrosionsschäden festgestellt wurden. Der Rückruf erfasst die potenziell betroffenen Fahrzeuge vorsorglich.

Werkstatt soll korrosionsbeständigere Schraube einsetzen

Als Abhilfemaßnahme sieht das Kraftfahrt-Bundesamt den Ersatz der Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsbeständigere Schraube vor. Die Behörde führt die Rückrufüberwachung derzeit mit dem Status „in Untersuchung“.

Halter können sich mit dem Aktionscode 48LS an ihren Škoda-Servicepartner wenden. Für Fragen nennt das KBA außerdem die Herstellerhotline 0800 4424244. Wer bereits eine Rückrufaufforderung erhalten hat, sollte zeitnah einen Werkstatttermin vereinbaren.

Angaben zur Dauer des Werkstattaufenthalts enthält der veröffentlichte KBA-Datensatz nicht. Die konkrete Durchführung sollten Betroffene deshalb direkt mit ihrem Servicebetrieb abstimmen.


Themen des Beitrags:
Škoda

Über den Autor

Fabian Schwarzenbach

Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.

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