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Lenkung kann ausfallen: VW und Audi rufen rund 954.000 Autos zurück

Ein möglicher Schraubenabriss an der Lenkung führt zu zwei großen Rückrufaktionen bei Volkswagen und Audi. In Deutschland sind zusammen 954.387 Fahrzeuge potenziell betroffen. Neben dem Audi Q3 nennt das Kraftfahrt-Bundesamt fünf VW-Modellreihen.
Volkswagen und Audi müssen wegen eines möglichen Lenkungsausfalls zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstätten holen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die beiden Rückrufe am 22. September 2026 veröffentlicht. Bei VW betrifft die Aktion unter anderem Golf und Tiguan, bei Audi den Q3. Die Behörde nennt für beide Kampagnen dasselbe Fehlerbild: Eine Schraube kann abreißen und dadurch die Lenkung ausfallen. Als Abhilfe ist der Austausch gegen eine korrosionsbeständigere Schraube vorgesehen.
VW: Golf, Tiguan und drei weitere Modellreihen betroffen
Der größere der beiden Rückrufe entfällt auf Volkswagen. Weltweit führt das KBA 2.159.054 potenziell betroffene Fahrzeuge auf, davon 895.832 in Deutschland. Genannt werden Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy.
Die Aktion trägt den Herstellercode 48VS und die KBA-Referenznummer 17016R. Als Produktionszeitraum nennt die Behörde den 24. September 2013 bis 1. Juli 2024.
Dieser Zeitraum gilt für den zusammengefassten Rückrufdatensatz. Eine Aufschlüsselung nach den einzelnen Modellreihen enthält der Eintrag nicht. Daraus lässt sich deshalb nicht ableiten, dass jeder Golf, Tiguan oder Caddy aus diesen Baujahren betroffen ist. Auch bestimmte Motorisierungen oder Antriebsarten grenzt das KBA nicht ein.
Audi ruft knapp 59.000 Q3 in Deutschland zurück
Bei Audi geht es um 696.547 Q3 weltweit, darunter 58.555 Fahrzeuge in Deutschland. Der angegebene Produktionszeitraum reicht vom 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024.
Für diese Rückrufaktion lauten die Kennungen 48LG beim Hersteller und 17014R beim KBA. Auch beim Q3 nennt der Datensatz keine Einschränkung auf bestimmte Antriebsvarianten.
Zusammengerechnet betreffen die beiden Kampagnen damit weltweit rund 2,86 Millionen Fahrzeuge. Es handelt sich um zwei getrennte Aktionen mit jeweils eigenen Kennungen und Produktionszeiträumen.
Was Halter jetzt prüfen sollten
Besitzer der genannten Modelle sollten bei einer Vertragswerkstatt oder beim Hersteller anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) klären, ob ihr Auto zu einer der Aktionen gehört. Die Rückrufcodes 48VS beziehungsweise 48LG helfen dabei, die richtige Kampagne zuzuordnen.
Vorgesehen ist bei beiden Marken der Austausch der betroffenen Lenkungsverschraubung gegen eine korrosionsbeständigere Schraube. Angaben zur Dauer des Werkstattaufenthalts enthalten die KBA-Einträge nicht.
Auch zu möglichen Sach- oder Personenschäden machen die Datensätze keine Angaben. Das ist nicht mit einer bestätigten Unfallfreiheit gleichzusetzen. Wegen des vom KBA beschriebenen möglichen Lenkungsausfalls sollten betroffene Halter die Prüfung und weitere Schritte zeitnah mit ihrer Werkstatt abstimmen.
Über den Autor
Fabian Schwarzenbach
Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.Jetzt leasen!
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