Elektrowende
Laden an der Bordsteinkante: Pierburg stellt neue Lösungen vor

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- Pierburg erweitert sein Angebot an Ladebordsteinen für Elektrofahrzeuge.
- Auf der Fachmesse Power2Drive Europe, die vom 23. bis 25. Juni 2026 in München stattfindet, stellt die Rheinmetall-Tochter zwei neue Varianten der Ladeinfrastruktur vor.
- Dabei handelt es sich um eine Ausführung aus Gusseisen sowie eine flächenbündige Version für gewerbliche Anwendungen.
Die Rheinmetall-Tochter Pierburg hat zwei neue Bordsteinladelösungen vorgestellt: Die neue gusseiserne Variante ergänzt die bisherige Ausführung aus Beton und soll insbesondere durch ihre robuste Bauweise überzeugen. Optional wird sie auch in einer betongrauen Lackierung angeboten. Die ebenfalls neu vorgestellte flächenbündige Lösung richtet sich vor allem an Logistikstandorte und Flottenbetreiber. Die überfahrbare Ladeeinheit bietet eine Ladeleistung von bis zu 22 kW und ist für Lieferfahrzeuge, leichte Lkw und andere gewerblich genutzte Fahrzeuge ausgelegt. Ein austauschbares Elektronikmodul soll Wartungsarbeiten vereinfachen.
Nutzungsspektrum soll breiter werden
Mit den neuen Varianten will Pierburg die Einsatzmöglichkeiten des Systems erweitern. Neben öffentlichen Straßenrändern sind Anwendungen auf Firmenparkplätzen, an Wohngebäuden oder auf Flottenstandorten vorgesehen.
Wo die Ladebordsteine bereits eingerichtet sind
Nach Unternehmensangaben wurden Ladebordsteine bereits in mehreren deutschen Städten installiert oder befinden sich dort im Aufbau, darunter Köln, Düsseldorf, Dortmund und Neuss. Zudem gebe es Interesse von Kommunen sowie von Betreibern gewerblicher Parkflächen im In- und Ausland.
Das Konzept integriert die Ladeelektronik direkt in die bestehende Bordsteininfrastruktur. Dadurch sollen zusätzliche Ladesäulen im Straßenraum vermieden werden. Die Ladeeinheiten verfügen über ein modulares System namens „CurbSwap“, bei dem das Elektronikmodul mit bis zu 22 kW Ladeleistung bei Bedarf ausgetauscht werden kann. Eine Schnellkupplung ermöglicht die Verbindung mit dem Stromnetz nach dem Austausch.
Für den Betrieb setzt Pierburg auf verschiedene Schutz- und Sicherheitsfunktionen. Dazu zählen ein Kühlsystem für hohe Außentemperaturen, eine integrierte Heizung für den Winterbetrieb sowie wasser- und staubgeschützte Elektronikkomponenten nach IP68-Standard. Sensoren überwachen unter anderem Temperatur und Wasserstand, um den Ladevorgang bei Bedarf automatisch zu unterbrechen.
Zur Kommunikation mit Backend-Systemen verfügt der Ladebordstein über ein integriertes 4G-Modem sowie Ethernet-Anbindung. Der Datenaustausch erfolgt über den OCPP-1.6-Standard. Dadurch sind Funktionen wie die Überwachung von Ladevorgängen, Reservierungen oder Software-Updates aus der Ferne möglich.
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