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IAA in München: VCD kritisiert Söders Verbrenner-Kurs scharf

Auspuff
Auspuff, Bild: Pixabay

Kurz vor der Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in München spitzt sich die Debatte um die Zukunft der Mobilität zu. Während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein klares Bekenntnis zum Auto als Hauptverkehrsmittel und zum Verbrennungsmotor abgibt, kontert der ökologische Verkehrsclub Deutschland. Der VCD fordert eine radikale Kehrtwende hin zur emissionsfreien und stadtverträglichen Mobilität.

Söder will am Verbrenner festhalten

Pünktlich zum Start der Automesse hat Markus Söder den Ton für die bayerische Politik gesetzt: Er will am Auto und am Verbrenner festhalten. Dieser Haltung stellt sich der VCD entschieden entgegen und mahnt, dass das Auto nur dann eine Zukunft habe, wenn es emissionsfrei, sicher und in die Städte integriert sei. Gleichzeitig müsse der öffentliche Nah- und Fernverkehr zu einer komfortablen Alternative ausgebaut werden.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD, übt scharfe Kritik am Selbstbild der IAA als Innovator der Verkehrswende. „Alle zwei Jahre feiert sich die Automobilindustrie als Fortschrittsgarant. Doch die Realität sieht anders aus“, so Haarmann. Sie wirft den Autokonzernen vor, die CO2-Vorgaben der EU abschwächen zu wollen, um „den Verbrenner künstlich am Leben zu erhalten.“

Haarmann weiter: „Dafür erhalten sie von Markus Söder Schützenhilfe – und merken anscheinend nicht, dass sie sich mit dieser rückwärtsgewandten Haltung ins Aus manövrieren.“ Anstatt die Herausforderungen der Elektrifizierung und deren Integration in eine nachhaltige Mobilitätswelt anzunehmen, klammere man sich an veraltete Technologien. „Dies sollte die IAA abbilden, sonst wird sie zum Auslaufmodell“, warnt die VCD-Vorsitzende.

VCD fordert günstige E-Autos

Als eines der wirksamsten Instrumente zur Förderung von Elektroautos sieht der VCD die CO2-Mindeststandards der EU. Diese hätten allein in Deutschland für 2025 zu einem Anstieg der E-Auto-Zulassungen um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geführt. Der Marktanteil liegt aktuell bei 18 Prozent – in zehn Jahren, bis 2035, soll er auf 100 Prozent steigen.

Doch dieses Ziel sei in Gefahr, ergänzt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Dieses Ziel ist nur dann erreichbar, wenn mehr kleine und günstige E-Autos auf den Markt kommen.“ Er bemängelt, dass vor allem kompakte Modelle französischer und koreanischer Hersteller gefragt seien, während entsprechende Fahrzeuge aus deutscher Produktion Mangelware blieben. „Wo bleiben die kleinen bezahlbaren E-Autos von VW & Co, die Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz bereits auf der vergangenen IAA einforderte?“, fragt Müller-Görnert und kritisiert, dass VW erst ab dem kommenden Jahr schrittweise erschwingliche Modelle anbieten wolle – was „(zu) spät“ sei.

Der VCD sieht auch die Bundespolitik in der Pflicht. Müller-Görnert fordert die Einführung eines Bonus-Malus-Systems bei der Kfz-Steuer, wie es in Frankreich, den Niederlanden oder Skandinavien bereits erfolgreich praktiziert wird. Dort werden Fahrzeuge mit hohem CO2-Ausstoß bei der Neuzulassung höher besteuert, um im Gegenzug eine Kaufprämie für emissionsfreie Autos zu finanzieren. In diesen Ländern, so der VCD, sei der Marktanteil von E-Autos bereits heute weit höher als in Deutschland.


Themen des Beitrags:
ElektrowendePolitik

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