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Hyundai IONIQ 3 startet in den Niederlanden unter 28.000 Euro

Beim Hyundai IONIQ 3 fehlte bislang eine entscheidende Information: der Preis. Genau diese Lücke schließt Hyundai nun zumindest für die Niederlande. Dort startet der elektrische Kompaktwagen in der Ausstattung Select bei 27.995 Euro. Damit bleibt der neue Stromer knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 28.000 Euro und bringt sich als direkte Alternative zu Renault 5, Kia EV2, Cupra Raval und VW ID. Polo in Stellung.
Zum Einstiegspreis gibt es den Hyundai IONIQ 3 mit einer 42-kWh-Batterie, 107,8 kW beziehungsweise 147 PS und Frontantrieb. Die vorläufige WLTP-Reichweite liegt bei 344 Kilometern. Der niederländische Endpreis enthält bereits Auslieferungskosten in Höhe von 1.095 Euro. Ganz so nackt, wie es bei einem Basismodell vielleicht zu erwarten wäre, fährt der Select außerdem nicht vor. Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein 12,9 Zoll großes Infotainmentsystem mit Pleos Connect, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera, Parksensoren vorne und hinten sowie ein adaptiver Tempomat.
Fast 500 Kilometer für knapp 32.000 Euro
Besonders interessant dürfte für viele Käufer die Long-Range-Version werden. Mit einem 61-kWh-Akku schafft der IONIQ 3 laut vorläufiger Herstellerangabe bis zu 497 Kilometer nach WLTP. Der Preis beginnt in den Niederlanden bei 31.995 Euro. Die Leistung fällt mit 99,5 kW beziehungsweise 135 PS zwar etwas geringer aus als beim Basismodell, dafür wächst der Aktionsradius deutlich.
Geladen wird über eine 400-Volt-Architektur. Unter optimalen Bedingungen soll der Akkustand an einer Schnellladesäule in rund 29 Minuten von zehn auf 80 Prozent steigen. Je nach Ausstattung ist zudem dreiphasiges AC-Laden mit bis zu 22 kW möglich. Damit setzt Hyundai nicht auf die besonders aufwendige 800-Volt-Technik der größeren IONIQ-Modelle, liefert für diese Preisklasse aber dennoch ordentliche Ladezeiten.
Optisch hebt sich der rund 4,16 Meter lange Stromer deutlich von klassischen Kleinwagen ab. Hyundai bezeichnet die Karosserie als „Aero Hatch“. Die flache Front, die weit nach hinten gezogene Dachlinie und der ausgeprägte Heckspoiler sollen nicht nur auffallen, sondern auch die Aerodynamik verbessern. Im Innenraum feiert das neue, auf Android Automotive basierende Pleos-Connect-System seine Premiere in einem europäischen Hyundai.
Deutscher Preis bleibt spannend
Noch hat Hyundai keine offizielle Preisliste für Deutschland veröffentlicht. Der Blick auf das technisch verwandte Schwestermodell Kia EV2 macht allerdings Hoffnung. Dieses kostet in den Niederlanden 27.595 Euro, wird in Deutschland aber bereits ab 26.600 Euro angeboten. Da außerdem die deutsche Mehrwertsteuer mit 19 Prozent niedriger ausfällt als die niederländische mit 21 Prozent, könnte auch der IONIQ 3 hierzulande etwas günstiger starten. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht, denn Ausstattung, Auslieferungskosten und nationale Preispolitik können sich unterscheiden.
Sollte Hyundai den Einstiegspreis tatsächlich in Richtung 27.000 Euro drücken, könnte der IONIQ 3 zu einem der spannendsten Elektroautos seiner Klasse werden. Vor allem die Kombination aus eigenständigem Design, alltagstauglicher Basisausstattung und fast 500 Kilometern Reichweite in der Long-Range-Version dürfte einigen Wettbewerbern Kopfzerbrechen bereiten.
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