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HUK-E-Barometer: Umstiege auf Elektroautos erreichen Rekordniveau

E-Auto
E-Auto; Quelle Zaptec auf Unsplash

Im zweiten Quartal 2026 hat der Wechsel von Verbrennungsmotoren zu reinen Elektroautos (BEV) im privaten Bereich in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Bei jedem achten privaten Fahrzeugwechsel (12,0 %) im Bestand der HUK-COBURG entschieden sich Halter für ein rein elektrisches Fahrzeug. Zum Vergleich: Vor den stark gestiegenen Spritpreisen im Januar und Februar 2026 lag dieser Wert noch bei 6,3 %.

Haupttreiber: Hohe Kraftstoffpreise

Laut einer repräsentativen YouGov-Befragung im Rahmen der Studie gab fast ein Viertel der Befragten mit Führerschein (24 %) an, aufgrund der Preisentwicklung bei Benzin und Diesel erstmals über den Kauf eines E-Autos nachzudenken oder die Anschaffung vorzuziehen. Die Umstiegshäufigkeit stieg bei gebrauchten E-Fahrzeugen stärker als bei E-Neuwagen. Grund hierfür sind vermutlich die schnellere Verfügbarkeit und entfallende Lieferfristen. Bei Personen mit mehr als 12.000 Kilometern Jahresfahrleistung lag die Umstiegsquote bei 14,7 %, während sie bei Fahrern mit geringerer Fahrleistung nur 8,0 % betrug.

Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung

Erstmals bewerten mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) Elektroautos als „gut“ oder „sehr gut“. Die Akzeptanz unter Frauen stieg im Vergleich zum Vorquartal von 37 % auf 45 %. Bei den Männern erhöhte sich die Zustimmung von 54 % auf 59 %.

Tesla konnte seinen Anteil bei privaten E-Neuwagen-Umsteigern von 5,6 % im Jahr 2025 auf 12,2 % im ersten Halbjahr 2026 steigern. Zudem verzeichneten die chinesischen Marken BYD (Anstieg auf 3,3 %) und Leapmotor (Anstieg auf 3,4 %) Zuwächse. Bei Neuwagen verloren nahezu alle deutschen Marken Anteile. Im Markt für E-Gebrauchtwagen behauptet sich der VW-Konzern jedoch: Jeder sechste gebrauchte Stromer stammte von der Marke VW (17,1 %). Auch Audi (6,8 %), Skoda (5,0 %) und Cupra (3,0 %) gewannen bei Gebrauchtwagen hinzu.

Trendwende bei Mild-Hybriden

Seit Jahresbeginn profitieren Käufer von Plug-in-Hybriden wieder von staatlichen Förderungen, was zu mehr Wechseln hin zu Ladekabel-Hybriden führt – vor allem im Gebrauchtwagensegment. Umstiege auf Hybride ohne externe Lademöglichkeit sind 2026 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. 39,4 % der bisherigen Plug-in-Hybrid-Fahrer wechselten beim Neuwagenkauf im 2. Quartal 2026 direkt auf ein voll elektrisches Auto.


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Elektrowende

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