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Gewinn bricht ein trotz Rekordjahr: BYD spürt erstmals den Preisdruck

Der chinesische E-Auto-Riese BYD meldet erstmals seit Jahren einen Rückgang beim Gewinn. Trotz steigender Verkaufszahlen sank der Nettogewinn im Jahr 2025 um 19 Prozent auf 32,6 Milliarden Yuan.
Damit wird deutlich, dass Wachstum allein nicht mehr reicht. Der Markt wird härter, die Margen geraten unter Druck.
Rekordverkäufe, aber weniger Profit
Besonders spannend ist der Widerspruch hinter den Zahlen. BYD bleibt weiterhin ein globaler Top-Player und hat seine Marktposition sogar ausgebaut.
Im Jahr 2025 verkaufte der Hersteller rund 2,25 Millionen Elektroautos, ein Plus von 27,9 Prozent.
Zum Vergleich: Tesla kam im gleichen Zeitraum auf etwa 1,64 Millionen Fahrzeuge und lag damit deutlich hinter BYD.
- BYD verkauft mehr Autos als je zuvor
- verdient aber gleichzeitig weniger
Preiskampf in China wird zum Problem
Der Hauptgrund für den Gewinneinbruch liegt im Heimatmarkt. China gilt als der wichtigste, aber auch härteste Markt für Elektroautos. Hersteller unterbieten sich gegenseitig mit Preisen, um Marktanteile zu sichern. Dieser Wettbewerb hat mittlerweile eine neue Phase erreicht. Branchenexperten sprechen von einer extremen Preisschlacht, die die Margen massiv belastet.
Gleichzeitig steigen die Kosten, während Förderungen und Steuererleichterungen teilweise wegfallen.
- Ergebnis: Mehr Absatz, aber weniger Gewinn pro Fahrzeug
Umsatz wächst nur noch langsam
Auch beim Umsatz zeigt sich der Druck. BYD konnte die Erlöse zwar steigern, allerdings nur noch um 3,5 Prozent auf rund 804 Milliarden Yuan.
Das ist das schwächste Wachstum seit Jahren und ein klares Signal dafür, dass sich der Markt verändert.
Strategieproblem: Volumen statt Marge
Ein entscheidender Faktor liegt im Produktmix. Ein großer Teil der Verkäufe entfällt auf preisgünstige Modelle, die zwar hohe Stückzahlen bringen, aber weniger Gewinn abwerfen.
- Viel Volumen
- geringe Marge
Diese Strategie hat BYD an die Spitze gebracht, wird jetzt aber zunehmend zum Problem.
Ausland wird immer wichtiger
Um gegenzusteuern, setzt BYD verstärkt auf internationale Märkte.
Europa, Südamerika und andere Regionen sollen künftig für Wachstum sorgen und gleichzeitig bessere Margen ermöglichen. Der Trend ist bereits sichtbar. Der Hersteller baut seine Präsenz außerhalb Chinas konsequent aus.
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