Elektrowende
Geld für die Ladeinfrastruktur: Kanada fördert die Elektrowende

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- Kanada möchte die Elektrowende mit gezielten Fördermaßnahmen vorantreiben.
- Die kanadische Regierung stellt 10,9 Millionen kanadische Dollar (rund 6,75 Millionen Euro) für 22 Projekte bereit, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Verbreitung der Elektromobilität voranzutreiben.
- Neben neuen Ladestationen sollen auch Informations- und Bildungsangebote gefördert werden.
Kanada möchte die Elektrowende fördern und durch gezielte Maßnahmen vor allem auch für Familien attraktiver machen. Rund neun Millionen kanadische Dollar fließen in neun Infrastrukturprojekte, mit denen landesweit fast 400 neue Ladepunkte entstehen sollen. Ziel ist laut der offiziellen Ankündigung sowohl der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes als auch die bessere Versorgung von Mehrfamilienhäusern mit Ladeinfrastruktur.
Hier wird gefördert
Zu den größten Empfängern der Fördergelder zählt Hydro-Québec. Das Unternehmen erhält fünf Millionen kanadische Dollar für den Aufbau von rund 100 zusätzlichen Schnellladestationen innerhalb seines „Electric Circuit“-Netzes. Auch das Ivy Charging Network und QuantumEV werden beim Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur in Ontario und weiteren Provinzen unterstützt.
Darüber hinaus investiert die Bundesregierung rund zwei Millionen kanadische Dollar in 13 Informations- und Bildungsprojekte. Damit sollen Vorbehalte gegenüber Elektrofahrzeugen abgebaut und die Akzeptanz der Technologie erhöht werden. Gefördert werden unter anderem Schulungsprogramme für Rettungskräfte sowie Probefahrt-Angebote in ländlichen Regionen und indigenen Gemeinden.
Mehr Ladepunkte für Privathaushalte
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ladeinfrastruktur für Mehrfamilienhäuser. Da viele Bewohner von Eigentumswohnungen und Apartmentanlagen bislang keine eigene Lademöglichkeit haben, sollen neue Leitfäden und Beratungsangebote den Ausbau erleichtern. Der Canadian Charging Infrastructure Council erhält dafür 200.000 kanadische Dollar. Ziel ist es, Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen bei Planung und Umsetzung von Ladeprojekten zu unterstützen und bestehende Hürden abzubauen.
Weitere 200.000 kanadische Dollar gehen an die Canadian Parking Association. Die Organisation entwickelt praxisorientierte Werkzeuge und Handlungsempfehlungen für Betreiber von Parkhäusern und Gemeinschaftsparkplätzen, um die Installation von Ladepunkten zu vereinfachen.
Die neuen Fördermaßnahmen ergänzen Kanadas nationale Strategie zur Förderung der Elektromobilität. Mit einem Strommix, der zu rund 80 Prozent aus emissionsarmen Energiequellen stammt, will die Regierung den Verkehrssektor weiter elektrifizieren und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie stärken. Branchenverbände begrüßen insbesondere die Unterstützung für Ladeinfrastruktur, Flottenmanagement und die Integration von Elektrofahrzeugen in das Stromnetz.
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