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Existenzielle Bedrohung: VW-Vorstand sieht die Lage äußerst kritisch

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- Die Herausforderungen beim VW-Konzern könnten größer sein als bislang öffentlich bekannt.
- Darauf deuten Ergebnisse einer internen Befragung hin, an der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats teilgenommen haben.
- Ziel der anonymen Erhebung war es, die Stimmung und den Zusammenhalt in den Führungsgremien des Unternehmens zu analysieren.
Steckt Volkswagen noch tiefer in der Krise, als erwartet und allgemein bekannt? Wie aus einer Recherche des manager magazins hervorgeht, zeichnet die Befragung ein alarmierendes Bild der aktuellen Konzernlage. Demnach bewerteten sechs der neun teilnehmenden Vorstandsmitglieder die Situation von Volkswagen sogar als existenzbedrohend. Die übrigen drei stuften die Lage als angespannt ein. Keiner der Befragten hielt die Situation für unkritisch.
Vorstand ist sich einig: Eine neue Strategie muss her
Besonders bemerkenswert ist die offenbar einhellige Forderung nach einem grundlegenden Kurswechsel. Laut dem Bericht sprachen sich alle neun befragten Vorstandsmitglieder für eine umfassende strategische Neuausrichtung des Konzerns aus.
Auch die aktuelle Positionierung in wichtigen Märkten soll kritisch beurteilt worden sein. Insbesondere die Strategien für China und Nordamerika wurden demnach von den Führungskräften deutlich hinterfragt.
Noch schlechtere Nachrichten kommen zur Unzeit
Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Volkswagen ohnehin unter erheblichem Druck steht. Zuletzt hatten mehrere Konzernmarken schwache Quartalsergebnisse vorgelegt. Gleichzeitig kämpft der Autobauer mit steigenden Kosten, wachsendem Wettbewerbsdruck in China sowie den Herausforderungen des Umstiegs auf Elektromobilität und digitale Geschäftsmodelle.
Die interne Analyse verdeutlicht damit, wie ernst die Führungsspitze die aktuelle Situation einschätzt. Ob daraus konkrete strategische Konsequenzen folgen, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.
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