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E-Auto-Halter lassen Geld liegen: THG-Quote wird immer seltener genutzt

Auto auf Geldstücken
Auto auf Geldstücken, Bild: Pixabay

Niemand verschenkt gern Geld. Genau deshalb ist diese Zahl so erstaunlich: Für das vergangene Jahr wurde nur noch für 58 Prozent der berechtigten Elektroautos eine THG-Bescheinigung ausgestellt. Anders gesagt: 42 Prozent der E-Auto-Halter haben die mögliche Prämie nicht genutzt.

Dabei geht es nicht um komplizierte Förderprogramme oder lange Anträge beim Staat, sondern um die sogenannte THG-Quote. Halter von reinen Elektroautos können ihre eingesparten CO2-Emissionen jedes Jahr über spezielle Anbieter vermarkten. Diese bündeln die Quoten und verkaufen sie weiter, unter anderem an Unternehmen aus der Mineralölbranche, die gesetzliche Klimavorgaben erfüllen müssen.

Viele lassen die Prämie einfach liegen

Besonders auffällig ist der Trend. 2024 lag die Nutzungsquote noch bei 64 Prozent, in den Anfangsjahren 2022 und 2023 sogar bei jeweils 75 Prozent. Der Anteil der E-Auto-Fahrer, die ihre Quote tatsächlich beantragen, sinkt also seit Jahren.

Warum das so ist, lässt sich nicht eindeutig sagen. Wahrscheinlich spielen mehrere Dinge zusammen. Viele neue E-Auto-Fahrer kennen die THG-Quote schlicht nicht. Andere haben das Thema vielleicht abgehakt, weil die Prämien zwischenzeitlich stark gefallen waren. Nach den hohen Auszahlungen der Anfangsjahre mit teils 400 bis 500 Euro pro Fahrzeug gab es später oft nur noch deutlich kleinere Beträge.

Aktuell wird es wieder interessanter

Inzwischen zieht der Markt aber wieder an. Viele Vermittler bieten aktuell wieder Prämien im Bereich von rund 300 Euro pro Elektroauto an. Für Privatkunden ist das ein Betrag, den wohl kaum jemand freiwillig liegen lassen würde, wenn er davon weiß.

Genau deshalb ist die THG-Quote ein gutes Beispiel dafür, wie schnell beim E-Auto Geld verloren gehen kann, ohne dass es jemand direkt merkt. Wer ein reines Elektroauto fährt, sollte prüfen, ob die Quote für das laufende Jahr bereits beantragt wurde.

Kleiner Aufwand, bares Geld

Die eigentliche Botschaft ist ziemlich einfach: E-Auto fahren kann nicht nur beim Strom günstiger sein, sondern auch jedes Jahr eine zusätzliche Prämie bringen. Wer die THG-Quote nicht nutzt, verzichtet im Zweifel auf Geld, das mit wenigen Klicks erreichbar wäre.


Themen des Beitrags:
Elektrowende

Über den Autor

Christian Lahl

Christian Lahl ist Redakteur und Autor bei Sparneuwagen.de. Sein Schwerpunkt liegt auf Leasingangeboten, Fahrzeugdeals und aktuellen Entwicklungen der Automobilbranche. Dabei legt er besonderen Wert darauf, Angebote transparent einzuordnen und die wichtigsten Konditionen verständlich zusammenzufassen.

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