Elektrowende
E-Auto-Förderung: Tesla führt bei Förderanträgen

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- Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat seinen zweiten monatlichen Zwischenbericht zur aktuellen E-Auto-Förderung veröffentlicht.
- Zum Stichtag 1. September 2026 waren demnach 52.473 Förderanträge bewilligt. Allein im August kamen knapp 25.600 Bewilligungen hinzu.
- Bei den geförderten Marken liegt Tesla weiterhin mit deutlichem Abstand vor Skoda und Cupra.
Das BAFA veröffentlicht seit August monatliche Statistiken zum Förderprogramm für Elektroautos der Bundesregierung. Neben der Zahl der Bewilligungen geben die Daten unter anderem Aufschluss über Antriebs- und Finanzierungsart, Haushaltseinkommen und Kinder sowie die geförderten Hersteller und Fahrzeugmodelle.
Die erste Übersicht mit Stand vom 1. August wies 26.875 bewilligte Anträge aus. Bis zum 1. September stieg die Zahl auf 52.473. Im August wurden damit 25.598 weitere Anträge bewilligt. Die Bearbeitung hat deutlich an Tempo gewonnen, allerdings wartet weiterhin eine große Zahl von Anträgen auf eine Entscheidung. Bereits Anfang August hatte das BAFA mehr als 100.000 eingegangene Förderanträge gemeldet.
230 Millionen Euro Förderung ausgezahlt
Mit der Zahl der Bewilligungen ist auch die ausgezahlte Fördersumme kräftig gestiegen. Zum 1. September waren insgesamt 230 Millionen Euro an Antragsteller geflossen. Einen Monat zuvor waren es 117 Millionen Euro.
Im Durchschnitt entspricht das rund 4.380 Euro je bewilligtem Antrag. Anfang August hatte der Durchschnitt noch bei etwa 4.350 Euro gelegen.
Den weitaus größten Teil der Förderung machen reine Elektroautos aus. Auf sie entfallen 91,4 Prozent der bewilligten Anträge, während Plug-in-Hybride auf 8,6 Prozent kommen. Kauf und Leasing verteilen sich nahezu zu gleichen Teilen. Gegenüber der ersten Monatsstatistik haben sich diese Verhältnisse kaum verändert.
Hälfte der Bewilligungen für Haushalte bis 45.000 Euro
Die BAFA-Daten zeigen zudem, welche Einkommensgruppen bislang besonders von der Förderung profitieren. Rund die Hälfte aller bewilligten Anträge entfällt auf Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von höchstens 45.000 Euro und damit auf die niedrigste Einkommensstufe des Programms.
Die beiden folgenden Einkommensklassen kommen zusammen auf rund 24.000 Bewilligungen. In den beiden höchsten Einkommensstufen sind es dagegen insgesamt weniger als 2.000.
Neben dem Einkommen beeinflusst die Zahl minderjähriger Kinder die Höhe des Zuschusses. Allerdings stammen rund 34.500 der bislang bewilligten Anträge aus Haushalten ohne ein für die Förderung relevantes Kind. Entsprechend erhält ein großer Teil der Antragsteller nicht die maximal mögliche Förderung von 6.000 Euro.
Tesla bleibt mit Abstand stärkste Marke
Bei den Fahrzeugmarken führt Tesla die BAFA-Statistik deutlich an. Bis zum 1. September wurden 8.141 Anträge für Fahrzeuge des Herstellers bewilligt. Dahinter folgen Skoda mit 4.522 und Cupra mit 3.155 Bewilligungen.
Hinter Tesla liegt das Feld inzwischen vergleichsweise dicht zusammen. Allein auf den Plätzen fünf bis zehn erreichen sechs Hersteller beziehungsweise Gruppen jeweils zwischen rund 2.200 und 3.000 Bewilligungen.
Model Y mit deutlichem Vorsprung
Auch bei den einzelnen Modellen liegt Tesla an der Spitze. Das Model Y kommt auf 5.407 bewilligte Förderanträge. Auf Platz zwei folgt der Skoda Elroq mit 3.174 Fahrzeugen, vor dem Tesla Model 3 mit 2.716 Bewilligungen.
Mit dem Leapmotor T03 schafft es auch ein chinesisches Modell in die Top 10. BYD erreicht zwar bei der Markenwertung mit 2.831 Bewilligungen Platz sieben, keines seiner einzelnen Modelle ist jedoch unter den zehn meistgeförderten Fahrzeugen vertreten.
Premiumfahrzeuge sind grundsätzlich ebenfalls förderfähig. Eine feste Preisobergrenze für das Fahrzeug gibt es nicht; entscheidend sind stattdessen unter anderem die Einkommensgrenzen für die Antragsteller. Deshalb finden sich in der vollständigen BAFA-Statistik beispielsweise auch Elektroautos von Porsche.
„Made in EU“ könnte künftig eine Rolle spielen
Die Ausgestaltung der Förderung könnte sich künftig noch einmal ändern. CDU/CSU und SPD haben sich dafür ausgesprochen, die Zuschüsse perspektivisch um „Made in EU“- beziehungsweise Local-Content-Kriterien zu ergänzen.
Eine nationale Alleinlösung ist dabei offenbar nicht vorgesehen. Zunächst sollen EU-rechtskonforme und möglichst europaweit harmonisierte Kriterien sowie mögliche Präferenzregelungen erarbeitet werden. Wann und in welcher Form solche Vorgaben tatsächlich Bestandteil der deutschen E-Auto-Förderung werden könnten, ist damit noch offen.
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