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E-Auto-Förderung: So viel Geld lässt sich sparen

E-Auto beim Ladevorgang
E-Auto beim Ladevorgang, Quelle: Chuttersnap auf Unsplash

Das Bundesumweltministerium hat heute eine neue Prämie für E-Autos vorgestellt. Anders als beim BAFA-Umweltbonus, der im Dezember 2023 überraschend eingestellt wurde, ist die neue Förderung nach sozialen Kritikpunkten gestaffelt. Je mehr Kinder im Haushalt sind und je weniger Einkommen zur Verfügung stehen, desto höher fällt der staatliche Zuschuss eines neuen Elektroautos oder Hybriden aus. Dass auch elektrifizierte Verbrenner förderfähig sind, stößt teilweise auf Kritik.

Leasing und Kauf: Bis zu 6.000 Euro für E-Autos

Bundesumweltminister Carsten Schnieder von der SPD legte heute die entsprechenden Eckpunkte vor. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 können Privatpersonen beim Kauf oder Leasing von neu zugelassenen E-Autos und Hybriden bald mit einer Unterstützung rechnen. Den Höchstsatz von 6.000 Euro bekommen dabei Haushalte mit einem Gesamteinkommen von unter 45.000 brutto, die zwei Kinder unter 18 Jahre haben. Ganze 6.000 Euro Zuschuss gibt es dann für ein Elektroauto, egal, wie teuer das ist. Bei einem Plug-In-Hybrid oder einem E-Auto mit Range-Extender beträgt der Maximal-Zuschuss 4.500 Euro. Wer als Haushalt mehr als 90.000 Euro brutto im Jahr zur Verfügung hat, bekommt keine Förderung mehr. Dazwischen staffelt sich der Zuschuss nach folgender Tabelle auf:

EinkommenHaushalt ohne KinderHaushalt mit einem Kind unter 18Haushalt mit zwei Kindern unter 18
85.001 - 90.000 Eurokeine Förderungkeine Förderung4.000 Euro
80.001 - 85.000 Eurokeine Förderung3.500 Euro4.000 Euro
60.000 - 80.000 Euro3.000 Euro3.500 Euro4.000 Euro
45.001 - 60.000 Euro4.000 Euro4.500 Euro5.000 Euro
unter 45.000 Euro5.000 Euro5.500 Euro6.000 Euro

Plug-In-Hybride und Reichweiten-Extender werden in jedem Feld mit 1.500 Euro weniger gefördert.

Kompromiss sorgt für Verzögerung und Kritik

Zur Bemessung des Einkommens wird der Durchschnitt der beiden aktuellsten Steuerbescheide herangezogen, die maximal drei Kalenderjahr alt sein dürfen. Eigentlich haben sich die Koalitionsparteien aus CDU, CSU und SPD bereits Anfang Oktober auf die Förderung geeinigt, ein zuständiger Ausschuss hat Ende November beraten. Die verzögerte Bekanntgabe der Details ist auf interne Streitigkeiten bezüglich der Förderfähigkeit von Hybrid-Modellen zurückzuführen. Der Verband Deutsche Umwelthilfe (DUV) kritisiert das Einbeziehen von elektrifzierten Verbrennern und spricht von einem „milliardenschweren Geschenk für die Autohersteller“. Die Bundestagsfraktion der Unionsparteien sieht in der Förderung insgesamt einen „wichtigen Schritt für klimafreundliche Mobilität“.

Weitere Informationen stellt das Bundesumweltministerium auf seiner Website zur Verfügung.


Themen des Beitrags:
ElektrowendePolitik

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