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DUH: Plug-in-Hybride schädlich für Klima und Elektrowende

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Umwelt Symbolbild, Quelle: Angela Benito, Unsplash
    • Plug-in-Hybride sind kein Gewinn für die Elektrowende.
    • Eine neue Studie der Deutschen Umwelthilfe unterstützt den kritischen Blick auf diese Modelle.
    • Vor allem mit Blick auf den CO2-Ausstoß sind Hybride problematisch.

Die Deutsche Umwelthilfe sieht sich durch eine neue Untersuchung des International Council on Clean Transportation in ihrer Kritik an Plug-in-Hybriden bestätigt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Fahrzeuge im realen Straßenverkehr deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen und entsprechend höhere CO₂-Emissionen verursachen als in offiziellen Testverfahren angegeben.

Nach Angaben der Forscher liegt der tatsächliche Kraftstoffverbrauch von Plug-in-Hybriden im Durchschnitt vier- bis fünfmal höher als die Werte, die Hersteller in Werbung und Zulassungsverfahren ausweisen.

DUH übt Kritik an Bundesregierung

Die Umwelthilfe kritisiert vor diesem Hintergrund die aktuelle Verkehrs- und Klimapolitik der Bundesregierung. Aus Sicht der Organisation würden Plug-in-Hybride trotz ihrer aus ihrer Sicht problematischen Klimabilanz weiterhin politisch begünstigt.

Automobilindustrie nutzt Regelungslücken schamlos aus

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch wirft der Automobilindustrie vor, bestehende Regelungslücken systematisch auszunutzen. Gleichzeitig kritisiert er politische Bestrebungen, Plug-in-Hybride weiterhin ähnlich zu behandeln wie reine Elektrofahrzeuge.

Besonders umstritten sind dabei Diskussionen auf europäischer und nationaler Ebene über die künftige Rolle von Plug-in-Hybriden im Rahmen des Verbrennerausstiegs sowie bei Förderprogrammen für Elektromobilität. Die DUH fordert stattdessen eine strengere Bewertung der tatsächlichen Emissionen und ein Ende finanzieller Anreize für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, auch wenn diese zusätzlich elektrisch fahren können.

Die Organisation kündigte zudem weitere rechtliche Schritte gegen die Bundesregierung an. Ziel sei es, wirksamere Maßnahmen zur Erreichung der gesetzlichen Klimaziele im Verkehrssektor durchzusetzen.

Plug-in-Hybride kombinieren einen Verbrennungs- mit einem Elektromotor und gelten offiziell als besonders emissionsarm, sofern sie regelmäßig elektrisch geladen und gefahren werden. Kritiker bemängeln jedoch seit Jahren, dass viele Fahrzeuge im Alltag deutlich häufiger mit dem Verbrennungsmotor unterwegs sind als in den offiziellen Berechnungen angenommen.