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Drohnenabwehr: Mercedes prüft Einstieg in Rüstungsbranche

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- Der Rüstungssektor wird zunehmend auch für die Autobranche attraktiv, die neue Geschäftsfelder im Blick hat.
- Mercedes plant offenbar den Einstieg in die Drohnenabwehr.
- An anderer Stelle könnten Autowerke eventuell von Rüstungsunternehmen weitergenutzt werden.
Die wachsende Bedeutung von Drohnen und Drohnenabwehrsystemen führt zu neuen Partnerschaften zwischen etablierten Industriekonzernen und jungen Technologieunternehmen. Auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin haben mehrere deutsche Unternehmen Kooperationen angekündigt, um ihre Aktivitäten im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich auszubauen.
Rheinmetall vereinbarte eine Zusammenarbeit mit dem Münchner Start-up ERC System. Gemeinsam wollen die Unternehmen eine elektrisch angetriebene Transportdrohne entwickeln, die Lasten von bis zu 250 Kilogramm befördern kann. Die Produktion soll in Nordrhein-Westfalen erfolgen. Nach Angaben der Partner könnten dort bis 2029 mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen.
ERC entwickelt elektrische Senkrechtstarter, die wie Hubschrauber starten und landen, im Reiseflug jedoch die Effizienz eines Flugzeugs nutzen. Eine unbemannte Variante mit dem Namen „Victor“ soll bereits 2028 in Serienproduktion gehen und eine bislang bestehende Lücke zwischen kleinen Lieferdrohnen und großen Transporthubschraubern schließen.
Mercedes entwickelt Drohnenabwehr
Auch Mercedes-Benz plant offenbar den Einstieg in den Markt für Drohnenabwehrsysteme. Medienberichten zufolge arbeitet der Autobauer künftig mit dem Münchner Start-up Tytan Technologies zusammen. Geplant ist ein mobiles System zur Abwehr von Drohnen, das auf Fahrzeugplattformen wie dem Sprinter und einer militärischen Version der G-Klasse basiert.
Die Fahrzeuge sollen mit Sensorik sowie Abschussvorrichtungen für Abfangdrohnen ausgestattet werden. Ziel ist es, ein vergleichsweise kostengünstiges und schnell verfügbares System zur Drohnenabwehr anzubieten. Die Produktion könnte bereits Ende des Jahres anlaufen.
VW-Standort eventuell für Rüstungsbranche interessant
Auch Heidelberger Druckmaschinen baut sein Engagement im Verteidigungsbereich weiter aus. Das Unternehmen sieht in Rüstungstechnologie neben Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ein weiteres Wachstumsfeld außerhalb des traditionellen Druckmaschinengeschäfts.
Über das Gemeinschaftsunternehmen Onberg, das gemeinsam mit dem US-israelischen Technologiekonzern Ondas Holdings gegründet wurde, sollen künftig Drohnenabwehrsysteme vertrieben und später auch produziert werden. Auf der ILA kündigte das Unternehmen zudem eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit einem ukrainischen Drohnenspezialisten an.
Unterdessen prüft VW eine mögliche Zukunft seiner kleineren Standorte in der Rüstungsindustrie. Der Autobauer hat sich einen strikten Sparkurs verordnet und auch Werksschleißungen stehen wieder im Raum.
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