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Tellerrand

Deutschlandticket bleibt 2024 bei 49 Euro

Regionalzug in Bahnhof
Mit dem Deutschlandticket lassen sich Regionalzüge und der öffentliche Personennahverkehr nutzen, Quelle: Unsplash

Abseits des Autouniversums dreht sich aktuell Vieles um die Deutsche Bahn. Der vierte Streik in den letzten Monaten wurde gestern angekündigt, doch es gibt eine weitere Nachricht aus dem Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Das Deutschlandticket bleibt in diesem Jahr bei seinem Ausgangspreis von 49 Euro. Das gefällt auch dem ADAC.

Verkehrsminister einigen sich auf Preis

Das Deutschlandticket besteht seit Mai 2023 und bleibt nun vorerst bei seinem ursprünglichen Preis von knapp 50 Euro. Das haben gestern die Verkehrsministerinnen und -minister des Bundes und der deutschen Bundesländer beschlossen. Mit dem Ticket lassen sich sämtliche Busse, U- und S-Bahnen sowie Regionalzüge in ganz Deutschland nutzen. Damit ist das Deutschlandticket vor allem für Stadtbewohner und Geringverdienende ein echter Mehrwert. Auf dem Land lohnt sich aber nach wie vor das Auto, auf weite Strecken ist es meist günstiger. Das liegt in erster Linie an einem unzuverlässigen ÖPNV, der im ländlichen Raum immer noch nicht gut genug ausgebaut ist.

ADAC begrüßt Einigung bei Deutschlandticket

Das sieht auch der ADAC kritisch und fordert eine Verbesserung der Qualität und des Angebots: „Nur so kann der ÖPNV dauerhaft gestärkt werden und seinen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leisten.“ Laut einer Umfrage des Clubs würden fast 50 Prozent der Befragten, die derzeit kein Deutschlandticket nutzen, bei einer besseren Infrastruktur des ÖPNV ihr Entscheidung überdenken. Insgesamt sehen Experten das Ticket bisher als Erfolg.

Unabhängig davon freut sich der deutsche Automobilclub in Person seines Präsidenten Gerhard Hildebrand über die Einigung der Minister und Ministerinnen: „Das ist eine sehr gute Nachricht für Verbraucher, die in vielen Lebensbereichen mit Kostensteigerungen umgehen müssen. Mit dem Deutschlandticket wurde ein attraktives Angebot für die Nutzung des ÖPNV geschaffen, das so kostengünstig und einfach ist wie nie zuvor und außerdem einen Beitrag zur sozialen Teilhabe und zum Klimaschutz leistet.“

Verkehrsminister Volker Wissing
Verkehrsminister Volker Wissing; Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Hildbrand sieht auch positiv, dass es für 2024 Planungssicherheit gibt, mahnt aber auch eine langfristige Einigung an. Bisher wird das Deutschlandticket von Bund und Ländern mit jährlich einer Milliarde Euro unterstützt. Die Finanzierungslücke sorgt immer wieder für Spannungen zwischen den Ministerien, eine Preissteigerung wird seit dem Start des Tickets immer wieder diskutiert.

Quellen


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Deutsche BahnDeutschlandticket

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