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Autoindustrie

Deutschland als Standortnachteil: Autobranche fordert Bürokratieabbau und Ende der Strafzölle

Elektroauto-Produktion im Werk Zwickau
Elektroauto-Produktion im Werk Zwickau; Quelle: Pressefoto

Die deutsche Autoindustrie sieht im Standort Deutschland zunehmend eine Belastung. Der Branchenverband VDA droht unverhohlen mit Abwanderung, sollten die Bedingungen sich nicht verbessern. Zu den Forderungen zählen weniger Bürokratie und mehr Ladeinfrastruktur.

Der deutschen Autoindustrie geht es aktuell eher mittelmäßig. Die heimischen Autobauer müssen mit sinkenden Absatzzahlen und einer schwachen Nachfrage besonders nach E-Autos leben. In dieser Situation erhebt der Branchenverband der deutschen Automobilindustrie VDA schwere Vorwürfe in Richtung der Berlin.

Deutschland wird zum Standortnachteil

Der Standort Deutschland entwickle sich zunehmend zu einer Belastung für die heimische Industrie, so der VDA. Verbandspräsidentin Hildegard Müller lässt sich in Zeitungsberichten mit der Aussage zitieren, Standorte in Deutschland ließen sich nur durch Verdienste im Ausland erhalten.

Tatsächlich ist für die deutschen Autobauer seit Jahren bereits China der wichtigste Absatzmarkt. Das ist mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist. Der chinesische Markt beispielsweise ist ein regulatorisch, wie markttechnisch schwieriges Umfeld.

Der Standort Deutschland könne nur an Attraktivität gewinnen, wenn er Bürokratie abbaue und die richtigen Weichen stelle. Konkret etwa ein deutlicher Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos.

VDA fordert Ende der Strafzölle

Insbesondere fordert der VDA von der EU, die kürzlich eingeführten Strafzölle auf E-Autos aus chinesischer Produktion zu stoppen. Diese hatte die EU verhängt, um die Wettbewerbsfreiheit wiederherzustellen, die durch die massiven chinesischen Subventionen der lokalen Autobranche massiv untergraben wird. Der Lobbyeinfluss der Autobauer wirkt bereits, Deutschland enthält sich beim Thema Strafzölle in Brüssel.

Der VDA setzt dementgegen auf weitere Verhandlungen mit China und fürchtet chinesische Gegenmaßnahmen, die der heimischen Wirtschaft schadeten und eine Deindustrialisierung befördern würden.

Experten bezweifeln hingegen die Gefahr drohender Vergeltungsmaßnahmen aus Peking. Vielfach werden Elektroautos deutscher Hersteller für den chinesischen Markt in China gefertigt, sodass Gegenzölle nur begrenzten Schaden anrichten würden.

Weitere Forderungen des VDA gehen zum Teil an die eigenen Reihen: Neben einem deutlich stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur, wird auch ein einheitliches Bezahlsystem gefordert. Neben Netzbetreibern sind hier allerdings auch die Autobauer selbst aufgerufen, für mehr Einheitlichkeit zu sorgen.


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