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Der Peugeot RCZ ist zurück: Elektrisches Sportcoupé mit 500 PS und Feststoffbatterie

Peugeot RCZ Vision
Peugeot RCZ Vision, Quelle: Pressefoto

Ein Sportwagen, der die Vergangenheit feiert und gleichzeitig die Zukunft herausfordert. Peugeot lässt mit dem RCZ Vision eine seiner aufregendsten Sportwagenlegenden wieder aufleben. Auf dem Pariser Autosalon 2026 präsentieren die Franzosen ein vollelektrisches Coupé mit 500 PS, innovativer Feststoffbatterie und bis zu 600 Kilometern Reichweite. Dazu kommen eine spektakuläre Karosserie, ein futuristisches Cockpit und eine Ladetechnik, die den Akku in weniger als zehn Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen soll. Noch ist der RCZ Vision eine Studie, doch die Technik könnte schon bald in zukünftigen Peugeot-Modellen Einzug halten.

Die Löwenmarke zeigt wieder ihre Krallen

Zwischen 2009 und 2015 gehörte der Peugeot RCZ zu den außergewöhnlichsten Sportcoupés seiner Zeit. Mit seiner flachen Silhouette, den markanten Dachbögen und dem charakteristischen Doppelkuppeldach setzte er sich deutlich vom gewöhnlichen Peugeot-Programm ab. Heute hat der französische Sportwagen längst Kultstatus erreicht.

Mit dem RCZ Vision greift Peugeot diese Geschichte auf, ohne einfach eine Kopie des Originals zu bauen. Die neue Designsprache namens „Feline Future“ setzt auf kraftvolle Proportionen, fließende Oberflächen und eine beinahe katzenhafte Erscheinung.

Besonders auffällig sind die schmalen LED-Scheinwerfer mit den drei horizontalen Lichtkrallen und die breit ausgestellten hinteren Kotflügel. Die gläserne Dachlandschaft zieht sich weit über die Karosserie und interpretiert das legendäre Bubble Roof völlig neu.

Am Heck sorgen durchgehende Lichtlinien und ein aktiver Heckspoiler, der erst während der Fahrt ausfährt, für einen dynamischen Abschluss. Dazu kommen Leichtmetallräder in 21 Zoll an der Vorderachse und 22 Zoll am Heck.

Der RCZ Vision sieht nicht aus wie ein gewöhnlicher Peugeot, sondern wie ein französischer Gran Turismo aus der Zukunft.

Peugeot RCZ Vision Heck
Peugeot RCZ Vision Heck, Quelle: Pressefoto

500 Elektro-PS treffen auf revolutionäre Batterietechnik

Hinter der spektakulären Optik steckt eine ebenso interessante technische Vision. Auf Basis der neuen STLA One-Plattform kombiniert Peugeot einen 368 kW starken Elektromotor mit einer gemeinsam mit Factorial Energy entwickelten Feststoffbatterie.

Die Leistung entspricht satten 500 PS und unterstreicht den sportlichen Anspruch der Studie. Noch beeindruckender sind allerdings die angekündigten Effizienzwerte.

Bis zu 600 Kilometer Reichweite sollen möglich sein. Gleichzeitig nennt Peugeot einen angestrebten Stromverbrauch von lediglich 11,5 kWh auf 100 Kilometer. Für ein derart leistungsstarkes Sportcoupé wäre das ein außergewöhnlich niedriger Wert.

Den entscheidenden Fortschritt verspricht die neue Batterietechnik. Die Feststoffbatterie benötigt dank hoher Energiedichte weniger Bauraum und fällt mit einer Höhe von nur 110 Millimetern besonders flach aus. Das ermöglicht eine niedrige Fahrzeugkarosserie und schafft gleichzeitig mehr gestalterische Freiheit.

Eine 1.000-Volt-Elektroarchitektur soll zudem extrem kurze Ladepausen ermöglichen. Peugeot stellt in Aussicht, den Akku in weniger als zehn Minuten von 10 auf 80 Prozent aufzuladen.

Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben noch um technische Zielwerte eines Konzeptfahrzeugs. Ob und wann eine entsprechende Feststoffbatterie in einem Serienmodell eingesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Hypersquare statt Lenkrad: So sieht das Cockpit der Zukunft aus

Auch im Innenraum verabschiedet sich Peugeot von zahlreichen klassischen Bedienelementen. Statt eines gewöhnlichen Lenkrads sitzt vor dem Fahrer das kantige Hypersquare-Lenksystem, das eher an einen futuristischen Gaming-Controller erinnert.

Die wichtigsten Funktionen lassen sich über vier kreisförmige Bedienelemente direkt am Hypersquare steuern. Dahinter schwebt ein transparentes Micro-LED-Display, das fahrrelevante Informationen unmittelbar im Sichtfeld anzeigt.

Ein zweiter, vertikal angeordneter Bildschirm übernimmt Infotainment und Navigation. Besonders clever: Das zentrale Display lässt sich vollständig ausschalten und verschwindet dank seiner transparenten Struktur nahezu aus dem Blickfeld.

Peugeot verfolgt damit einen interessanten Ansatz. Statt immer größerer Bildschirmflächen sollen Informationen nur dann sichtbar sein, wenn sie tatsächlich benötigt werden.

Die hellblaue Innenraumgestaltung, skulpturale Sitze und die großzügige Glasfläche verstärken den futuristischen Eindruck. Hinzu kommt ein Ausblick auf automatisierte Fahrfunktionen der Stufe 2++, die unter bestimmten Bedingungen auch freihändiges Fahren ermöglichen könnten.

Peugeot RCZ Vision Cockpit
Peugeot RCZ Vision Cockpit, Quelle: Pressefoto

Kommt der Peugeot RCZ tatsächlich zurück?

So beeindruckend der RCZ Vision auch aussieht, eine Serienproduktion hat Peugeot bislang nicht bestätigt. Das Konzeptfahrzeug dient vor allem als Technologieträger und zeigt, wie sich die französische Marke in den kommenden Jahren weiterentwickeln möchte.

Insbesondere die Feststoffbatterie, das Hypersquare-Lenksystem und die neue Designsprache dürften dabei eine wichtige Rolle spielen.

Ein konkreter Marktstart oder Verkaufspreis für einen möglichen Serien-RCZ existiert derzeit nicht.

Dennoch wäre ein elektrischer Nachfolger des legendären Sportcoupés eine spannende Bereicherung für das Modellprogramm. Schließlich beweist der RCZ Vision, dass Elektromobilität nicht nur vernünftig, sondern auch ausgesprochen emotional sein kann.

500 PS, 600 Kilometer Reichweite und Ladezeiten von weniger als zehn Minuten: Sollte Peugeot diese Vision eines Tages auf die Straße bringen, hätte die Löwenmarke wieder einen echten Traumwagen im Programm.


Themen des Beitrags:
Peugeot

Über den Autor

Christian Lahl

Christian Lahl ist Redakteur und Autor bei Sparneuwagen.de. Sein Schwerpunkt liegt auf Leasingangeboten, Fahrzeugdeals und aktuellen Entwicklungen der Automobilbranche. Dabei legt er besonderen Wert darauf, Angebote transparent einzuordnen und die wichtigsten Konditionen verständlich zusammenzufassen.

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