Audi
China und USA belasten: Audi sieht im ersten Quartal nicht gut aus

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- Der Autobauer Audi verzeichnet weiterhin rückläufige Gewinne.
- Im ersten Quartal 2026 lag der Nettogewinn bei 559 Millionen Euro und damit rund 11 Prozent unter dem Vorjahreswert.
- Vor allem Zollbelastungen in den USA und das Chinageschäft belasten die Entwicklung.
Bei Audi läuft es nach wie vor nicht gut: Im ersten Quartal ging der Gewinn der VW-Tochter deutlich zurück. Damit setzt sich ein längerfristiger Trend fort. Gegenüber dem ersten Quartal 2022, als noch 2,9 Milliarden Euro erzielt wurden, entspricht dies einem Rückgang um rund 80 Prozent.
Diese Faktoren verhageln das Quartal
Belastet wird die Ergebnisentwicklung vor allem durch zwei zentrale Faktoren. In den USA wirken sich Importzölle negativ aus und führten im Berichtszeitraum zu zusätzlichen Kosten im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Die künftigen Auswirkungen weiterer handelspolitischer Maßnahmen bleiben laut Unternehmen derzeit schwer abschätzbar.
Auch das China-Geschäft entwickelt sich deutlich schwächer. Der Ergebnisbeitrag aus der Region sank auf 28 Millionen Euro nach 170 Millionen Euro im Vorjahr. Hintergrund ist ein intensiver Wettbewerb, insbesondere im Segment der Elektrofahrzeuge, sowie eine verhaltene Nachfrage nach dem Wegfall staatlicher Förderungen. Zusätzlich wirkten sich Modellwechsel, unter anderem beim wichtigen A6, temporär belastend aus.
Der Umsatz des Audi-Konzerns, zu dem auch die Marken Bentley und Lamborghini gehören, ging im ersten Quartal von 15,4 auf 14,2 Milliarden Euro zurück.
Sparprogramm könnte ausgeweitet werden
Vor dem Hintergrund der rückläufigen Profitabilität sieht das Management weiteren Anpassungsbedarf. Finanzchef Jürgen Rittersberger verweist auf einen steigenden Handlungsdruck und kündigt zusätzliche Maßnahmen zur Kosten- und Effizienzsteigerung an. Innerhalb des Volkswagen-Konzerns wird derzeit über weitere Einsparpotenziale diskutiert.
Gleichzeitig betont das Unternehmen die strategische Bedeutung einzelner Standorte. So gilt das Werk in Neckarsulm weiterhin als zentraler Bestandteil der Produktionsstruktur und wird als modern sowie gut ausgelastet beschrieben.
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Über den Autor
Roman van Genabith
Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.Jetzt leasen!
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