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BMW will erstes Werk per Pipeline an Wasserstoffnetz anschließen

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- BMW hat mit dem Bau einer rund zwei Kilometer langen Wasserstoff-Pipeline zu seinem Werk in Leipzig begonnen.
- Die Leitung soll im ersten Halbjahr 2028 fertiggestellt und an das geplante deutsche Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen werden.
- Nach Angaben des Unternehmens wäre Leipzig damit das weltweit erste Automobilwerk mit einer direkten Wasserstoffversorgung über eine Pipeline.
BMW macht weiter in Wasserstoff: Nicht nur hält man in München an Brennstoffzellenfahrzeugen fest, auch die sonstige Infrastruktur möchte der Autobauer aktiv mitentwickeln. Das Projekt einer Wasserstoff-Pipeline wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Freistaat Sachsen kofinanziert. Am symbolischen Baubeginn nahmen laut Presseerklärung unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Christian Hirte, teil.
Wasserstoff bereits seit 2013 im Einsatz
Das BMW-Werk Leipzig verfügt bereits über Erfahrungen mit Wasserstoff. Seit 2013 wird der Energieträger in der werksinternen Logistik eingesetzt. Mittlerweile sind dort mehr als 230 Gabelstapler und Routenzugschlepper mit Brennstoffzellenantrieb unterwegs.
Seit 2022 verwendet BMW Wasserstoff außerdem in der Lackiererei. Dort sind inzwischen elf bivalente Brenner installiert, die sowohl mit Erdgas als auch mit Wasserstoff betrieben werden können. Nach Fertigstellung der Pipeline soll Wasserstoff vor allem bei energieintensiven Prozessen mit hohem Wärmebedarf Erdgas ersetzen. Dazu gehören beispielsweise die Trocknungsanlagen der Lackiererei.
Anschluss soll Versorgung mit größeren Mengen ermöglichen
Durch den Pipelineanschluss könnte BMW künftig erheblich größere Wasserstoffmengen nutzen als bisher. Das Unternehmen sieht darin sowohl Möglichkeiten zur Reduzierung der CO₂-Emissionen der Produktion als auch zur Diversifizierung der Energieversorgung.
Für den Anschluss arbeitet BMW mit mehreren Energieunternehmen zusammen. Mit ONTRAS Gastransport, das für den Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes in der Region zuständig ist, wurde ein Kapazitäts-Reservierungsvertrag geschlossen. MITNETZ GAS übernimmt den Bau der rund zwei Kilometer langen Anschlussleitung einschließlich einer Gasdruckregel- und Messanlage.
BMW verfolgt bei der Energieversorgung seiner Werke nach eigenen Angaben einen standortspezifischen Ansatz. Neben Wasserstoff sollen dabei unter anderem lokale Energieerzeugung, Speicher und digital gesteuerte virtuelle Kraftwerke eine größere Rolle spielen. Ziel ist es, Energieverbrauch und -erzeugung stärker miteinander zu verknüpfen und die Abhängigkeit von Preisschwankungen und einzelnen Energieträgern zu reduzieren.
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Über den Autor
Roman van Genabith
Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.Jetzt leasen!
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