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BMW-Gewinn bricht in Q1 kräftig ein

BMW Zentrale
Die BMW-Zentrale in München, Quelle: Simon Vollformat, Unsplash
    • Der Autobauer BMW ist mit einem deutlichen Gewinnrückgang in das Jahr 2026 gestartet.
    • Im ersten Quartal sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro.
    • Der Umsatz verringerte sich um 8,1 Prozent auf 31 Milliarden Euro und fiel damit schwächer aus als von Analysten erwartet.

Auch bei BMW läuft es alles andere als Rund, das zeigt ein Blick auf die Zahlen zum ersten Quartal: Die operative Marge im Automobilgeschäft lag bei fünf Prozent und damit innerhalb der vom Unternehmen für das Gesamtjahr prognostizierten Spanne von vier bis sechs Prozent. Analysten hatten im Durchschnitt mit einer etwas niedrigeren Marge gerechnet. Belastend wirkten sich insbesondere Zölle in den USA und der Europäischen Union aus. Nach Unternehmensangaben drückten sie die Marge im ersten Quartal um 1,25 Prozentpunkte.

BMW übt sich in Optimismus

Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im internationalen Handel hält BMW an seiner Jahresprognose fest. Das Unternehmen verweist dabei vor allem auf die starke Nachfrage nach Elektroautos in Europa. Im Zeitraum von Januar bis März stiegen die Auftragseingänge für E-Modelle im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 60 Prozent.

Besonders gefragt ist der neue BMW iX3, der seit seiner Vorstellung im vergangenen Herbst laut Unternehmen bereits mehr als 50.000 Bestellungen verzeichnet. BMW spricht insgesamt von einem Rekordniveau bei den Auftragseingängen in Europa.

Scharfe Kostenkalkulation auch in München

Vorstandschef Oliver Zipse sieht den Konzern trotz schwieriger Marktbedingungen strategisch gut positioniert. Gleichzeitig kündigte Finanzvorstand Walter Mertl an, die Kostenentwicklung weiterhin genau im Blick zu behalten. Größere Sparprogramme wurden allerdings nicht angekündigt.

An der Unternehmensspitze steht zudem ein Wechsel bevor. Oliver Zipse scheidet nach der Hauptversammlung am 13. Mai aus dem Amt aus. Nachfolger wird Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic.

Im Vergleich mit anderen deutschen Herstellern fällt das Ergebnis von BMW weiterhin vergleichsweise stabil aus. Sowohl Mercedes-Benz als auch Volkswagen meldeten für das erste Quartal niedrigere Gewinne. Unlängst erst hatte VW-Tochter Audi einen düsteren Quartalsbericht vorgelegt.


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