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Autonomes Fahren: Stellantis und Bolt starten Pilotprojekt in Paris

Stellantis und Bolt kooperieren bei autonomem Fahren in Paris - Stellantis-Pressefoto
    • Der Autokonzern Stellantis, der Mobilitätsanbieter Bolt und die Metropolregion Paris wollen ab 2028 selbstfahrende Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr erproben.
    • Das gemeinsame Pilotprojekt soll zunächst in bis zu fünf Kommunen im Nordwesten des Großraums Paris starten.
    • Bis 2030 ist eine Ausweitung auf rund 30 Gemeinden vorgesehen.

Der französische Autokonzern Stellantis und der Fahrdienstbetreiber Bolt wollen das autonome Fahren voranbringen. Hierfür hat man sich einen dritten Partner mit ins Boot geholt. Das Vorhaben trägt den Namen „Greater Paris Autonomous Driving Living Lab“ und wurde im Rahmen der europäischen Initiative „Autonomous Drive Ambition Cities“ (ADACities) eingereicht, wie Stellantis erklärt. Diese soll den Einsatz autonomer Mobilitätsangebote in europäischen Städten voranbringen.

Autonome Fahrzeuge sollen Nahverkehr ergänzen

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie fahrerlose Fahrzeuge bestehende Verkehrsangebote sinnvoll ergänzen können. Untersucht werden insbesondere Verbindungen zwischen Wohngebieten und Haltestellen, Fahrten zu Gewerbe- und Bürostandorten sowie Mobilitätsangebote außerhalb der Hauptverkehrszeiten und bei Großveranstaltungen.

Die Metropolregion Paris umfasst die französische Hauptstadt und 129 umliegende Gemeinden mit insgesamt rund 7,2 Millionen Einwohnern. Trotz umfangreicher Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, etwa durch den Grand Paris Express, bestehen weiterhin Lücken im Verkehrsangebot.

Während der ersten Projektphase sollen Betriebssicherheit, Zuverlässigkeit, Nutzerakzeptanz sowie wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen untersucht werden. Eine unabhängige Bewertung soll die Grundlage für eine mögliche Ausweitung schaffen.

Pony.ai als möglicher Technologiepartner

Die beteiligten Unternehmen übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Stellantis stellt Fahrzeuge auf Basis seiner für autonomes Fahren der Stufe 4 vorbereiteten Plattformen bereit. Bolt verantwortet die Integration der Fahrzeuge in seine Mobilitätsplattform sowie die Einsatzplanung.

Als möglicher Lieferant der autonomen Fahrtechnologie wurde das chinesische Unternehmen Pony.ai benannt. Die Technik soll auf der NVIDIA-Hyperion-Plattform und dem Sicherheitssystem NVIDIA Halos aufbauen.

Die Metropolregion Paris koordiniert das Projekt gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Kommunen. Dazu gehören die Auswahl geeigneter Strecken und die Vorbereitung der notwendigen Genehmigungen.

Langfristig streben die Partner einen kommerziellen Betrieb bis 2030 an. Voraussetzung sind erfolgreiche Tests sowie die erforderlichen behördlichen Zulassungen.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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