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Audi A2 e-tron: Kult-Stromer kommt im Herbst – und setzt Effizienz-Maßstäbe

Audi A2 e-tron
Audi A2 e-tron; Pressebild: Audi

Audi hat die Einführung des neuen A2 e-tron für Herbst 2026 angekündigt. Laut Unternehmensangaben soll das rein elektrische Kompaktmodell der bislang effizienteste Audi werden. In der Variante mit 140 kW Leistung und einem optionalen Effizienzpaket erreicht das Fahrzeug nach vorläufigen WLTP-Messungen einen Stromverbrauch von 12,8 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Aerodynamik als zentraler Baustein

Ein wesentlicher Faktor für den niedrigen Verbrauch ist die Karosseriegestaltung. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) von 0,24 verzeichnet der A2 e-tron den Bestwert im Kompaktsegment der Marke. Erreicht wird dies durch eine stromlinienförmige Karosserie und Detailanpassungen wie sogenannte „Air Curtains“, Spaltverkleinerer (Gap Reducer) an den Radhäusern sowie einen aktiven Kühllufteinlass. Audi rechnet vor, dass allein diese aerodynamischen Maßnahmen den Verbrauch um bis zu 0,9 kWh/100 km senken.

LFP-Batterie und bidirektionales Laden

Als Energiespeicher dient eine 61-kWh-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Diese sind in einer sogenannten Cell-to-Pack-Bauweise direkt in das Gehäuse integriert, um Platz zu sparen und die Energiedichte zu erhöhen. Der Hersteller betont, dass bei diesem Batterietyp keine seltenen Erden zum Einsatz kommen und die LFP-Technologie durch eine hohe Sicherheit sowie langsame Alterung besticht. Ein regelmäßiges Vollladen auf 100 Prozent sei im Alltag unkompliziert möglich.

Darüber hinaus unterstützt der A2 e-tron bidirektionales Laden. Über die Funktionen Vehicle-to-Load (V2L) und Vehicle-to-Home (V2H) kann das Fahrzeug Strom an externe Geräte abgeben oder in Verbindung mit einer geeigneten Ladebox als Zwischenspeicher für das häusliche Stromnetz dienen.

Optimierter Antriebsstrang

Auch beim Antriebsstrang wurden technische Anpassungen vorgenommen: Der Elektromotor profitiert von neuen Komponenten in der Leistungselektronik, bei der nun Siliziumkarbid-Halbleiter zum Einsatz kommen. Diese Maßnahme soll zusammen mit mechanischen Optimierungen im Getriebe – darunter ein spezielles Leichtlauföl und dünnere Lamellen in der E-Maschine – die Effizienz des Antriebs im Alltagsverkehr um bis zu zehn Prozent steigern.

Mit dem neuen Modell zieht Audi eine direkte Parallele zum historischen Audi A2. Dessen 3-Liter-Version galt in den späten 1990er Jahren als Vorreiter für verbrauchsarme Kompaktwagen. Audi-Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner erklärt hierzu, der neue A2 e-tron führe diesen Anspruch an herausragende Effizienz im Zeitalter der Elektromobilität fort.


Themen des Beitrags:
AudiElektrowende

Über den Autor

Fabian Schwarzenbach

Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.

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