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Auch BMW mit schwachen Zahlen: Chinageschäft wird zur Dauerbelastung

BMW Zentrale
Die BMW-Zentrale in München, Quelle: Simon Vollformat, Unsplash
  • Der deutsche Autobauer BMW hat im dritten Quartal einen spürbaren Absatzrückgang verbucht.
  • Verantwortlich dafür ist vor allem die anhaltende Schwäche des chinesischen Automarktes.
  • Während die Nachfrage in China deutlich nachließ, konnte der Münchner Konzern in Europa und den USA seine Verkaufszahlen steigern.
  • Insbesondere Elektroautos entwickelten sich positiv.

Auch bei BMW läuft es alles andere als rund: Der Autobauer hat ebenso wie VW mit einer chronischen Schwäche des Chinageschäfts zu kämpfen. Weltweit setzte BMW laut Unternehmenszahlen zwischen Juli und September insgesamt 551.072 Autos und Motorräder ab. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Minus von 6,3 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang in China aus: Dort verkaufte BMW lediglich 114.355 Fahrzeuge und damit 24,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auf den beiden anderen wichtigen Absatzmärkten entwickelte sich das Geschäft hingegen besser. In Europa stiegen die Auslieferungen um 2,7 Prozent, in den USA um 2,5 Prozent.

Chinesischer Automarkt belastet deutsche Hersteller

Wie andere deutsche Automobilhersteller leidet auch BMW unter den veränderten Marktbedingungen in China. Während die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor stark zurückgeht, entscheiden sich Käufer bei Elektroautos zunehmend für einheimische Marken.

Im Vergleich zu den deutschen Wettbewerbern konnte BMW den Rückgang allerdings begrenzen. Mercedes-Benz musste in China zuletzt einen Absatzrückgang von nahezu einem Drittel hinnehmen, während Volkswagen sogar fast zwei Fünftel seiner Verkäufe einbüßte.

BMW-Vertriebschef Jochen Goller zeigte sich angesichts der schwierigen internationalen Marktlage dennoch zufrieden mit der Entwicklung in Europa und den Vereinigten Staaten. Die anhaltend hohen Auftragseingänge für vollelektrische Modelle bestätigten die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Vor allem Fahrzeuge der Neuen Klasse wie der BMW iX3 und Modelle mit entsprechender Technologie sollen die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken.

Elektroautos treiben Wachstum in Europa an

Einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung leistete das Geschäft mit Elektrofahrzeugen. Weltweit verkaufte BMW im dritten Quartal 110.257 vollelektrische Autos, was einem Anstieg von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Besonders erfolgreich entwickelte sich der Elektroabsatz in Europa. Dort war bereits jeder dritte ausgelieferte BMW ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. Auch auf dem deutschen Heimatmarkt verzeichnete der Konzern nach eigenen Angaben ein außergewöhnlich starkes Wachstum bei seinen Elektromodellen.

Als wichtiger Wachstumstreiber gilt der elektrische BMW iX3, der vor rund einem Jahr eingeführt wurde und im neuen ungarischen BMW-Werk in Debrecen produziert wird.

Nach Unternehmensangaben gingen innerhalb des ersten Jahres allein aus Europa mehr als 100.000 Bestellungen für das Modell ein. Damit verzeichnete der iX3 den bislang erfolgreichsten Marktstart eines Fahrzeugs in der Geschichte von BMW.

Die starke Nachfrage nach dem neuen Elektro-SUV unterstreicht die zunehmende Bedeutung elektrischer Antriebe für den Konzern. Allerdings bleibt die Entwicklung in China eine erhebliche Herausforderung, da der dortige Absatzrückgang die Zuwächse in den westlichen Märkten bislang deutlich übersteigt.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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