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Rüstung

Armee als Kunde: VW prüft Produktion von Militärfahrzeugen in Osnabrück

VW-Logo auf rotem Auto
VW-Logo, Quelle: Erik McLean, Unsplash
  • Volkswagen prüft neue Nutzungsmöglichkeiten für sein Werk in Osnabrück. Nach Angaben des Unternehmens wird unter anderem untersucht, ob dort künftig Militärfahrzeuge produziert werden könnten.
  • Der Konzern hat sich einen strikten Sparkurs verordnet, bei dem auch Werksschließungen in Deutschland nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

VW muss sparen und prüft erneut die Zukunft weniger vitaler Standorte wie das Werk in Osnabrück. Eine Unternehmenssprecherin erklärte, dass weiterhin verschiedene Zukunftsoptionen für den Standort bewertet würden. In den vergangenen Monaten habe das Werk mehrere Fahrzeugkonzepte entwickelt und diese auf der Rüstungsmesse Enforce Tac vorgestellt, um mögliche Marktchancen auszuloten. Ob daraus konkrete Projekte entstehen, sei derzeit noch offen.

Erster Prototyp schon fertig

Zuvor hatten der Norddeutsche Rundfunk und die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, Volkswagen habe zwei Prototypen auf Basis der Modelle Crafter und Amarok entwickelt. Die Fahrzeuge seien demnach als interne Versuchsträger am Standort Osnabrück entstanden.

Aktuell produziert Volkswagen dort noch den T Roc Cabrio. Die Fertigung des Modells soll jedoch Mitte 2027 auslaufen. Wie es danach mit dem Werk und den rund 2.300 Beschäftigten weitergeht, ist bislang nicht entschieden.

Der Konzern steht zugleich unter wirtschaftlichem Druck. Die Ratingagentur S und P hatte kurz vor Weihnachten den Ausblick für Volkswagen auf negativ gesetzt und auf Risiken für wichtige Finanzkennzahlen hingewiesen. Finanzvorstand Arno Antlitz reagierte unter anderem mit Maßnahmen zur Stärkung des Netto Cashflows.

Schmerzhafte Einschnitte geplant

Konzernchef Oliver Blume und Antlitz haben zudem die Führungskräfte des Unternehmens auf einen umfassenden Sparkurs eingeschworen. Bis Ende 2028 sollen konzernweit rund 20 Prozent der Kosten eingespart werden. In diesem Zusammenhang werden auch strukturelle Veränderungen im Produktionsnetz geprüft.

Der Betriebsrat des Konzerns hat bereits angekündigt, sich gegen mögliche Werksschließungen zur Wehr setzen zu wollen.


Themen des Beitrags:
VW

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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