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ADAC Winter-Reichweitentest: Audi A6 e-tron schlägt Tesla und BMW

Elektroauto im Winter laden
Elektroauto im Winter laden; Quelle: Juice/unsplash

Der Winter ist der Endgegner für Elektroautos. Kalte Temperaturen zwingen die Akkus in die Knie und treiben den Verbrauch in die Höhe. Doch wie groß sind die Unterschiede wirklich? Der ADAC hat in seinem aktuellen Winter-Reichweitentest untersucht, wie sich familientaugliche Stromer bei 0 Grad Celsius schlagen. Das Ergebnis überrascht: Ein deutscher Premium-Kombi fährt der Konkurrenz davon, während teure Elektro-SUVs enttäuschen.

Audi A6 Avant e-tron holt den Sieg

Klarer Gewinner des Tests ist der Audi A6 Avant e-tron performance. Der Ingolstädter sichert sich mit der Gesamtnote 1,9 („gut“) den ersten Platz. Besonders beeindruckend ist seine Effizienz. Im direkten Vergleich zum Konkurrenten BMW i5 Touring schafft der Audi im Wintertest rund 90 Kilometer mehr Reichweite am Stück. Auch an der Ladesäule zeigt er Stärke: In nur 20 Minuten lädt er Strom für 264 Kilometer nach.

Der BMW i5 Touring hingegen landet abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Mit einem Mehrverbrauch von 2,4 kWh auf 100 Kilometer und einer deutlich geringeren Reichweite kann er dem Audi nicht das Wasser reichen.

Tesla Model Y auf Platz zwei

Hinter dem Audi reiht sich das Tesla Model Y auf dem zweiten Platz ein. Mit der Note 2,5 reicht es gerade noch für ein „gut“. Der US-Amerikaner punktet mit der geringsten Abweichung zwischen Norm- und Winterwerten (40 Prozent), muss sich aber in der Gesamtwertung dem effizienteren Audi geschlagen geben.

Dahinter folgt ein breites Mittelfeld mit der Note „befriedigend“, zu dem unter anderem der VW ID.7 gehört. Diese Fahrzeuge bieten solide Leistungen, kommen aber unter den strengen Winterbedingungen nicht über den Durchschnitt hinaus.

Enttäuschung bei Volvo und BYD

Schwere Schlappen müssen der Volvo EX90 und der BYD Sealion 7 einstecken. Beide Modelle erhalten vom ADAC lediglich das Urteil „ausreichend“. Der Grund ist der enorme Stromhunger: Die großen SUVs verbrauchen schlicht zu viel Energie, um auf der Langstrecke konkurrenzfähig zu sein.

Der Volvo EX90, mit einem Testwagenpreis von 91.700 Euro das teuerste Auto im Test, bietet kaum mehr Reichweite als ein VW ID.7 Tourer, der fast die Hälfte kostet. Auch der Smart #5 fällt negativ auf: Trotz guter Ladeleistung sorgt sein hoher Luftwiderstand für einen Verbrauch von fast 29 kWh auf 100 Kilometer.

Lichtblick bei den günstigen Modellen

Dass Langstreckentauglichkeit nicht immer ein Vermögen kosten muss, beweisen der Škoda Elroq und der Kia EV6. Mit Preisen zwischen 44.000 und 50.000 Euro sind sie die günstigsten Vertreter im Testfeld und schaffen dennoch respektable Reichweiten von über 300 Kilometern im Winter-Szenario. Für Familien mit kleinerem Budget sind sie damit eine ernstzunehmende Alternative.

Fazit: Effizienz schlägt Batteriegröße

Der Test zeigt deutlich, dass eine riesige Batterie allein kein Garant für eine gute Winter-Performance ist. Effizienz, Aerodynamik und ein gutes Thermomanagement sind entscheidend. Wer im Winter weit kommen will, sollte beim Kauf genau auf den Verbrauch achten – oder muss längere Ladepausen einplanen.


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