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ADAC-Umfrage 2026: E-Auto-Fahrer hochzufrieden, aber Kritik an Ladeinfrastruktur

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Wallbox, Quelle: Eren Goldman, Unsplash

Immer mehr Menschen in Deutschland steigen auf Elektroautos um. Eine aktuelle Umfrage des ADAC, für die im Juni 2026 über 1.000 E-Mobilisten befragt wurden, liefert neue Einblicke in die Erfahrungen der Fahrer. Die Studie konzentrierte sich dabei auf die Zufriedenheit mit dem eigenen Fahrzeug sowie auf die Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Hohe Zufriedenheit und unkomplizierter Umstieg

Die Ergebnisse zeigen, dass Fahrer von Elektroautos überwiegend positiv gestimmt sind. Ganze 97 Prozent der Befragten äußerten, dass sie mit der Nutzung ihres E-Autos zufrieden oder sehr zufrieden sind. Für knapp drei Viertel der Teilnehmer handelt es sich um das erste Elektroauto im Haushalt. Den Wechsel von einem anderen Antriebssystem auf das erste E-Auto empfanden über 90 Prozent der Umsteiger als einfach oder sogar sehr einfach.

Auch bezüglich der Reichweite gibt es überwiegend zufriedene Stimmen. Verbesserungsbedarf sehen die Fahrer jedoch bei den Reichweitenunterschieden zwischen warmen und kalten Temperaturen sowie bei der Diskrepanz zwischen den Herstellerangaben und der tatsächlichen Reichweite im Alltag.

Kritik an Tarifdschungel und Ladekosten

Beim Thema Ladeinfrastruktur zeichnet sich ein gemischteres Bild ab. Zwar sind fast zwei Drittel der Nutzer mit den öffentlichen Ladesäulen in Deutschland insgesamt zufrieden oder sehr zufrieden, doch bei den Kosten hapert es. Etwa jeder vierte Befragte kritisiert die Höhe sowie die mangelnde Transparenz der Ladestrompreise.

Die beliebtesten Bezahlmethoden an der Ladesäule sind Smartphone-Apps und Ladekarten. Mehr als ein Drittel der Nutzer hat zudem bereits direkt per Bank- oder Kreditkarte bezahlt. Wären die Preise unabhängig vom Zahlungsmittel gleich, würde jeweils rund ein Viertel die Zahlung per App oder Bank-/Kreditkarte bevorzugen, während die Ladekarte nur noch von jedem Fünften favorisiert würde.

Bei der Wahl des Ladetarifs dominiert die Flexibilität: 42 Prozent der Fahrer laden „ad hoc“ ohne feste Tarifbindung, 40 Prozent nutzen einen Tarif ohne Grundgebühr und lediglich 14 Prozent haben einen Vertrag mit Grundgebühr abgeschlossen.

Sicherheitsbedenken beim Laden in der Nacht

Ein wichtiger Aspekt der Umfrage war das Thema Sicherheit an öffentlichen Ladestationen bei Dunkelheit. Obwohl die Sicherheit insgesamt als gut bewertet wird, passen 56 Prozent der Nutzer ihr Ladeverhalten nachts aus Sicherheitsgründen an. Bei den weiblichen Nutzerinnen liegt dieser Anteil sogar bei 67 Prozent. Dieses veränderte Verhalten zeigt sich dadurch, dass Betroffene nachts nicht öffentlich laden, bestimmte Ladeparks meiden oder nur in Begleitung laden.

Zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens wünschen sich über 60 Prozent der Befragten eine bessere Beleuchtung oder Videoüberwachung. Zudem fordert knapp die Hälfte der Frauen Personal vor Ort oder eine bessere Standortwahl für die Ladeanlagen.


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