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Absatzeinbruch bei Luxusautos: Irankrieg trifft Premium-Hersteller hart

Ferrari 488 GTB
  • Der Krieg im Nahen Osten verhagelt Premium-Autobauern das Geschäft mit Luxusautos in der Region.
  • Sonderanfertigungen und exklusive Modelle sind ein zentraler Gewinntreiber für Luxusautohersteller, insbesondere im Nahen Osten.
  • Individuell konfigurierte Fahrzeuge erzielen häufig deutlich höhere Margen als Serienmodelle und machen die Region zu einem der profitabelsten Absatzmärkte.

Der Krieg im Iran sorgt nicht nur für steigende Tankstellenpreise in Deutschland, auch für einige Autobauer ist wird er zur Belastung. Der Nahe Osten ist normalerweise ein attraktiver Absatzmarkt für Premium-Autobauer, vor allem Fahrzeuge mit kostspieligen Sonderausstattungen sind dort gefragt und bringen den Unternehmen satte Gewinnspannen ein. Aktuelle geopolitische Spannungen bremsen das Geschäft jedoch spürbar. Im Zuge des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran haben mehrere Hersteller ihre Aktivitäten in der Region eingeschränkt. Verkaufsräume wurden Medienberichten nach zeitweise geschlossen, Lieferungen unterbrochen und die Nachfrage ist deutlich zurückgegangen.

Kleine Stückzahl, große Marge

Der Nahe Osten steht für viele Premiumhersteller zwar nur für einen vergleichsweise kleinen Anteil der Stückzahlen, trägt jedoch überproportional zum Gewinn bei. Grund sind hochpreisige Sondermodelle und individualisierte Fahrzeuge, deren Preise sich gegenüber der Basisversion oft vervielfachen.

Verkäufe brechen teils kräftig ein

Seit Beginn der Krise berichten Händler von einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen. In einigen Fällen ist der Absatz um rund ein Drittel gesunken. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach besonders hochpreisigen Fahrzeugen stabil, während einige Kunden ihre Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen in andere Regionen verlagern lassen.

Branchenvertreter sprechen von erheblichen Auswirkungen auf das Geschäft. Neben den aktuellen geopolitischen Risiken belasten weitere Faktoren wie schwächelnde Märkte in China und politische Unsicherheiten in den USA die Branche zusätzlich.

Sollte die Krise anhalten, könnten die Hersteller gezwungen sein, ihre Produktionsplanung anzupassen. Der bislang wichtigste Premiummarkt entwickelt sich damit zunehmend zu einem Unsicherheitsfaktor für die Luxusautoindustrie.

Mit Agenturen


Themen des Beitrags:
Verkehr

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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