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22. September ist Autofreier Tag: Was hinter dem Aktionstag steckt

Heute darf das Auto für einen Moment in den Hintergrund rücken. Am 22. September findet jedes Jahr der Autofreie Tag statt, gleichzeitig bildet er den Abschluss der Europäischen Mobilitätswoche. Ein bundesweites Fahrverbot bedeutet das allerdings nicht. Vielmehr sollen Städte und Gemeinden zeigen, wie Straßen und öffentliche Räume aussehen können, wenn sie zeitweise nicht hauptsächlich dem Autoverkehr gehören.
Der Aktionstag ist damit weniger ein Aufruf gegen das Auto als vielmehr ein Experiment für andere Formen der Mobilität. Straßen können beispielsweise für Fußgänger, Fahrräder, Spielangebote, Märkte oder Veranstaltungen freigegeben werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt Kommunen ausdrücklich, am 22. September mindestens einen Straßenabschnitt für den Autoverkehr zu sperren und anschließend anders zu nutzen.
Seit mehr als 20 Jahren wird Mobilität neu gedacht
Der Autofreie Tag gehört zur Europäischen Mobilitätswoche, einer Kampagne der Europäischen Kommission, die bereits seit 2002 stattfindet. Sie läuft jedes Jahr vom 16. bis zum 22. September. Während dieser Woche testen Kommunen neue Verkehrskonzepte, eröffnen Fuß- und Radwege, verändern Parkflächen oder stellen alternative Mobilitätsangebote vor.
Die Dimension ist inzwischen beachtlich. 2026 haben sich 2.174 Städte und Gemeinden aus 42 Ländern für die Europäische Mobilitätswoche registriert. Zusätzlich wurden mehr als 400 sogenannte Mobility Actions von Organisationen außerhalb der Kommunen angemeldet.
In diesem Jahr steht die Kampagne erneut unter dem Motto „Mobility for Everyone“, also Mobilität für alle. 2026 liegt der besondere Schwerpunkt auf Generationengerechtigkeit. Gemeint ist damit die Frage, wie Verkehrssysteme so gestaltet werden können, dass Kinder, Erwachsene und ältere Menschen gleichermaßen Zugang zu sicherer und bezahlbarer Mobilität haben.
Kein Tag gegen Autofahrer
Gerade der Name „Autofreier Tag“ kann schnell den Eindruck vermitteln, Autofahrer sollten am 22. September grundsätzlich zu Hause bleiben. So ist die Aktion aber nicht gedacht. Es gibt weder ein generelles Fahrverbot noch eine Verpflichtung, das eigene Auto heute stehen zu lassen.
Stattdessen geht es darum, Alternativen sichtbar zu machen. Dazu gehören der öffentliche Nahverkehr, Fahrrad und Fußverkehr ebenso wie Carsharing oder elektrische Mobilität. Auch Elektroautos werden innerhalb der Europäischen Mobilitätswoche ausdrücklich thematisiert und können Teil entsprechender Veranstaltungen und Testangebote sein.
Damit passt der Aktionstag durchaus in eine Zeit, in der Mobilität vielfältiger wird. Das Auto bleibt für viele Menschen unverzichtbar, gleichzeitig wächst die Auswahl an Alternativen. Gerade in Städten kann es interessant sein zu erleben, was mit einer Straße passiert, wenn dort für einige Stunden keine parkenden oder fahrenden Autos dominieren.
Am 23. September fährt alles wieder wie gewohnt
Der Autofreie Tag soll daher vor allem zum Ausprobieren und Diskutieren anregen. Ob aus einer temporär gesperrten Straße später tatsächlich ein neuer Radweg, mehr Grünfläche oder eine dauerhafte Verkehrsberuhigung entsteht, entscheiden am Ende die jeweiligen Kommunen.
Heute geht es zunächst nur darum, einen anderen Blick auf den vorhandenen Straßenraum zu werfen. Und vielleicht ist genau das der Sinn des 22. September: Nicht das Auto grundsätzlich infrage zu stellen, sondern einmal zu testen, wie Mobilität auch aussehen könnte, wenn nicht jede Strecke automatisch mit dem eigenen Pkw zurückgelegt wird.
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Über den Autor
Christian Lahl
Christian Lahl ist Redakteur und Autor bei Sparneuwagen.de. Sein Schwerpunkt liegt auf Leasingangeboten, Fahrzeugdeals und aktuellen Entwicklungen der Automobilbranche. Dabei legt er besonderen Wert darauf, Angebote transparent einzuordnen und die wichtigsten Konditionen verständlich zusammenzufassen.Jetzt leasen!
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