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Beschleunigungsspur auf der Autobahn richtig nutzen

Autobahn; Quelle: Alexas_Fotos/pixabay
Autobahn; Quelle: Alexas_Fotos/pixabay

Egal ob BMW– oder Opel-Fahrer:in. Der Beschleunigungsstreifen auf der Autobahn wird von vielen Verkehrsteilnehmer:innen als Herausforderung angesehen. Das Einfädeln in den temporeichen, fließenden Verkehr kann für brenzlige Situationen sorgen, wenn die Durchführung nicht richtig erfolgt. Doch was ist nun korrekt? Gas geben oder im Zweifelsfall gar anhalten? Auch die Vorfahrtsregeln sind in diesem Fall nicht allen Autofahrer:innen klar. In diesem Artikel gibt es nun alle wichtigen Informationen rund um die sichere und korrekte Nutzung der Beschleunigungsspur.

Was ist der Beschleunigungsstreifen?

Ein Beschleunigungsstreifen ist ein Abschnitt der Fahrbahn, der Autofahrern eine sichere und effiziente Möglichkeit bietet, sich in den fließenden Verkehr einzufädeln. Diese Fahrspuren befinden sich in der Regel als letzter Teil einer Auffahrtsrampe und haben eine Länge von etwa 250 Metern. Stadtautobahnen bieten meist nicht so viel Platz und bieten daher oft nur kürzere Beschleunigungsstreifen.

Welches Tempolimit gilt auf dem Beschleunigungsstreifen?

Oft ist der Beschleunigungsstreifen die gedachte Grenze zwischen einer Landstraße und einer Autobahn. Daher herrscht oft Verwirrung bei den Verkehrsteilnehmen, wie schnell nun gefahren werden darf. Gilt das Tempo der Landstraße oder der Autobahn? Beide Mutmaßungen sind in diesem Fall nicht richtig. Denn die Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Beschleunigungsstreifen ist laut § 7a Absatz 2 StVO höher als auf den angrenzenden Fahrspuren. Immerhin sollen die Fahrer diese Spur nutzen, um ihr Fahrzeug an die Geschwindigkeit des Verkehrs anzupassen, bevor sie einfädeln. Hier darf sogar rechts überholt werden, wenn dadurch eine gefahrenfreie Einordnung in den fließenden Verkehr ermöglicht werden kann. Vor allem mit einem Nutzfahrzeug kann es oft schwierig werden, das benötigte Tempo zu erreichen, um sich problemlos in den fließenden Verkehr einfädeln zu können.

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Vorfahrt und Reißverschlusssystem

Wer einen Beschleunigungsstreifen nutzen muss, sollte sich auch immer über die gültigen Vorfahrtsregeln im Klaren sein. Denn in Deutschland gilt, dass der fließende Verkehr im Vorrangrecht ist. Auch das Reißverschlusssystem wird auf dem Beschleunigungsstreifen in der Regel nicht angewendet. Selbst bei zähem Verkehr oder einem Stau müssen Fahrzeuge beim Einfädeln warten, bis dies gefahrenfrei möglich ist. In der Praxis kommt es bei stockendem Verkehr aber meist automatisch zur Anwendung des Reißverschlusssystems. Ist während des fließenden Verkehrs kein Einfädeln möglich, ist der Beschleunigungsstreifen im Nachrang.

Was tun, wenn der Beschleunigungsstreifen nicht ausreicht?

Nachdem das Einfädeln über den Beschleunigungsstreifen nur dann erlaubt ist, wenn dies ohne Gefahr möglich ist, kommt schnell eine weitere Frage auf. Bei dichtem Verkehr ist genau das nämlich oft nicht möglich. Per Gesetz muss in Deutschland in diesem Fall angehalten und gewartet werden, bis ein sicheres Einfädeln möglich ist. In der Praxis wird dies aber oft anders gehandhabt. Meist geht der Beschleunigungsstreifen fließend in einen Pannenstreifen über. Da das Anhalten auf der Autobahn und selbst beim Auffahren mit besonderen Gefahren verbunden ist, wird in der Regel der Pannenstreifen genutzt, um in weiterer Folge ein sicheres Einfädeln möglich zu machen. Auch die Höflichkeit der Autofahrer im fließenden Verkehr verhindert solche Situationen in den meisten Fällen. Werden auffahrende Fahrzeuge erkannt, wird, wenn möglich, die Fahrspur gewechselt, um genügend Platz zu schaffen. Durch das besondere Gefahrenpotenzial beim Anhalten auf dem Beschleunigungsstreifen bleibt eine Benutzung des Pannenstreifens für das weiterführende Einordnen in der Regel ungeahndet.

Spiegel-, Schulterblick und Blinker nicht vergessen

Das Einfädeln in den fließenden Verkehr ist besonders auf Autobahnen nicht immer einfach. Daher sollte bereits frühzeitig der Blinker gesetzt werden, um andere Fahrzeuge auf sich aufmerksam zu machen. Auch der Blick in den linken Seitenspiegel und jener über die Schulter darf keinesfalls vergessen werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich keine Fahrzeuge auf dem rechten Fahrstreifen des fließenden Verkehrs befinden, welche im Zweifelsfall gefährdet werden.

Fahrzeugklassen können das Einfädeln erleichtern

Wie einfach das Einfädeln in den fließenden Verkehr ist, hängt auch immer vom eigenen Fahrzeug ab. Kleine Fahrzeuge mit guter Motorisierung, die ihr im Übrigen auch leasen könnt, kommen leichter auf die Autobahn drauf als beispielsweise Nutzfahrzeuge. Höher motorisierte Fahrzeuge können hingegen deutlich schneller die benötigte Geschwindigkeit erreichen, um ein sicheres Einfädeln zu ermöglichen. Fahrzeuge von geringer Länge wiederum brauchen weniger Platz als ein Familien-SUV.

Die Nutzung des Beschleunigungsstreifens ist mit dem nötigen Wissen zu Vorfahrt und Tempolimit keinesfalls eine Herausforderung. Dennoch gilt, stets achtsam zu bleiben und den fließenden Verkehr nicht zu gefährden. So wird die Auffahrt auf die Autobahn genauso entspannt wie die Fahrt selbst.


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