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Xiaomi greift westliche Marken in China immer erfolgreicher an

Xiaomi SU7
Xiaomi SU7; Quelle: Pressefoto

Xiaomi hat den deutschen Autobauern auf dem heimischen Markt den Kampf angesagt: Die ohnehin schon arg gebeutelten Traditionsmarken können sich im so wichtigen Chinageschäft wohl warm anziehen.

Xiaomi baut seine Präsenz im chinesischen Elektroautomarkt rasant aus und gewinnt zunehmend Marktanteile. Für 2025 plant der Technologiekonzern den Absatz von 350.000 Elektrofahrzeugen – mehr als Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes und Porsche zusammen im Jahr 2024 in China verkauft haben.

Das Unternehmen startete erst im April 2024 mit dem SU7 in den Markt für Elektroautos, trifft jedoch auf eine unerwartet hohe Nachfrage. In einem Beitrag auf der Plattform Weibo kündigte Mitgründer und Milliardär Lei Jun am Dienstag an, die Produktionskapazitäten weiter auszubauen. Aktuell müssen Kunden noch mit langen Wartezeiten auf ihre bestellten Fahrzeuge rechnen.

Xiaomi wächst in China kräftig

Der Erfolg im E-Auto-Segment treibt Xiaomis Wachstum auf ein neues Niveau. Im Dezember stieg der Umsatz um 49 Prozent auf 109 Milliarden Yuan (etwa 13,6 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Die Aktien des Unternehmens haben sich innerhalb eines Jahres vervierfacht, wodurch Xiaomi mittlerweile wertvoller ist als Branchenriesen wie Alibaba oder Tencent.

Mit seinen Elektroautos tritt Xiaomi erfolgreich gegen etablierte Hersteller wie Tesla und BYD an und hat sich damit ein lukratives neues Geschäftsfeld neben Smartphones und vernetzten Geräten erschlossen. Im Sommer soll ein neues SUV-Modell folgen, das in direkter Konkurrenz zum Tesla Model Y steht. Langfristig plant das Unternehmen, seine Elektrofahrzeuge ab 2027 auch international anzubieten, wie Präsident Lu Weibing im März erklärte.

Westliche Marken in China unter Druck

Schon seit geraumer Zeit läuft es für Traditionsmarken aus westlichen Ländern in China nicht mehr, was umso verheerender ist, als diese im chinesischen Absatzmarkt inzwischen ein vitales Geschäftsfeld gefunden haben. Alle großen deutschen Autobauer, n über VW mit Porsche und Mercedes, mussten zuletzt in China Federn lassen. Eine Besserung ist nicht in Sicht.


Themen des Beitrags:
China

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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