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Wie BMW mit Naturfasern nachhaltiger werden will

BMW setzt auf Naturfasern für mehr Nachhaltigkeit - BMW-Pressefoto
BMW setzt auf Naturfasern für mehr Nachhaltigkeit - BMW-Pressefoto

BMW möchte seine Fahrzeuge nachhaltiger machen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit kommen Naturfasern erstmals auch in Serienmodellen zum Einsatz. Diese Werkstoffe können mit einem deutlich kleineren CO2-Ausstoß hergestellt werden.

BMW hat nach jahrelanger Entwicklungsarbeit und Forschung Naturfaser-Verbundwerkstoffe zur Serienreife gebracht. Seit 2019 wurden diese nachhaltigen Verstärkungslösungen aus nachwachsenden Rohstoffen bereits im BMW M Motorsport in der Formel E eingesetzt, künftig sollen sie auch in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen, wie der Autobauer nun erklärt. Die Materialien erfüllen sogar die hohen Anforderungen an Dachstrukturen für die Homologation kompletter Fahrzeuge.

Leichtbau zählt seit vielen Jahren zu den zentralen Entwicklungsfeldern des Sportwagenherstellers. Besonders der Einsatz von Naturfasern mit reduziertem CO2-Fußabdruck in Verbundwerkstoffen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Untersuchungen zeigen, dass sich Exterieur- und Interieur-Sichtbauteile besonders gut aus diesen Materialien fertigen lassen.

CO2-Fußabdruck soll bei BMW weiter schrumpfen

In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Cleantech-Unternehmen Bcomp verfolgt BMW das Ziel, die CO2-Emissionen seiner künftigen Modelle weiter zu senken.

Franciscus van Meel, Geschäftsführer BMW M GmbH, freut sich über die Möglichkeit, die aus dem Motorsport bekannte Naturfaser nun auch in Serienfahrzeuge bringen zu können und spricht von einem gelebten Beispiel, wie sich CO2-Emissionen in der Autoindustrie reduzieren lassen.

BMW vor großen Herausforderungen

Wie alle deutschen Autobauer steht BMW aktuell unter enormem Druck: Die letzten Halbjahreszahlen fielen düster aus, zudem wirkt der Mobilitätswende-Ansatz der Münchner nicht sehr durchdacht. Nach einem späten Bekenntnis zur Elektrifizierung wird auch das Wasserstoffauto noch bei BMW erforscht, obgleich diese Technik inzwischen unter Experten als Sackgasse gilt, zumindest für den privaten PKW. Wie lange man in München noch daran festhalten können wird, ist mehr als fraglich.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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